Gute entspannende Unterhaltung - was will man mehr?November 24, 2006 M. Vietz(Hameln) 117 aus 127 fanden die folgende Rezension hilfreich
Ich habe mir im Vorfeld des Filmstarts das Buch geholt und an einem! Tag durchgelesen - ok, ich lese schnell :-)
Manchen Rezensionen entnimmt man, dass einem einzelne Plots, Gestalten, Handlungsabschnitte, Völker etc. bekannt vorkommen und/oder dass das Buch in relativ einfacher Form geschrieben sei. Was soll's?
Gut, es mag bei Eragon viele Versatzstücke aus der weiten Welt der phantastischen Literatur geben. Es mag diverses bekannt vorkommen. Na und?
Machen wir uns doch nichts vor. Fantasy ist wie eine große Küche. Da gibt es dutzende von Zutaten, Mehl, Gemüse, Fleisch, geradezu hunderte Sorten von Gewürzen etc. Aber entscheidend ist was man daraus wie zusammenköchelt - zusammenwerfen kann jeder.
Nun mag manchen das Grundmuster "aus Bauernjungen wird Held" aus Dutzenden von Romanen (Eddings Belgariad, Star Wars, Lackeys Chroniken von Valdemar etc.) bekannt vorkommen. Überall wo Elfen, Zwerge, Orks (oder wie immer deren Entsprechungen heißen) wird man an den Herrn der Ringe erinnert, da Tolkien geradezu die Archetypen dieser Rassen schuf. Man mag sich an die Drachenreiter von Pern oder Hohlbeins "Töchter des Drachen" erinnern. Oder an zahlreiche heldenhaften Gemeinschaften mit speziellen Gaben (hier Magie, bei Lackeys Valdemar-Herolden oder Britains Grünen Reitern eher Psikräfte, oder auch die Jedi). Die Langlebigkeit könnte aus Watt-Evans Obsidian-Chroniken kommen. Und schon vor dem Herrn der Ringen galten Reise- & Entwicklungsabenteuer als einer der wichtigsten Archetypen der phantastischen Literatur.
Stringentere Handlungsführung ist auch nichts schlechtes. Es muß ja nicht jede Geschichte als Rad-der-Zeit-Epos daherkommen. So gefällt z.B. bei Saberhagens "Buch der Schwerter" oder Rosenbergs "Hüter der Flamme" auch dass unnötige Reisetage gnadenlos übersprungen werden. Außerdem berichtet Eragon aus der Perspektive eines 16jährigen, der unfreiwillig in Geschehnisse geworfen wird, die anfangs viel zu hoch für ihn sind - kein wunder dass man da ein wenig auf das wesentliche reduziert bzw. zu schwarz-weiß-Betrachtungen neigt...
Wenn man überkritisch sein will, so kann man die gesamte Fantasy/SF auf einige wenige Grundmuster reduzieren.
Das alles bedeutet gar nichts. Solange es funktioniert und solange man aus den ausgewählten Zutaten eine gute entspannende und unterhaltende Lektüre für triste Stunden schafft. Solange mich ein Buch gut und hervorragend unterhält, solange ist es mir ziemlich gleichgültig, ob man bei der Mixtur vielleicht das eine oder andere herausschmeckt. Meinen Lesegenuß stört das nicht.
Und das bietet Eregon. Gute Unterhaltung. Nachvollziehbare Charaktere. Auch die eine oder andere "Überraschung". Und mehr erwarte ich von einem guten Buch auch gar nicht. Und dementsprechend kann ich Eragon als gute Unterhaltungsliteratur nur empfehlen!
Spannung, Action und Freundschaft - einfach genialOktober 19, 2004 Sabine Panthel(Haan) 39 aus 44 fanden die folgende Rezension hilfreich
Vorab muss ich einmal sagen, dass ich wohl noch niemals zuvor ein Buch so schnell ausgelesen habe, wie dieses hier. Die Geschichte von Eragon, der auf Grund magischer Hintergründe ein Drachenei findet, hat mich von Anfang an fasziniert. Alles wird sehr bildhaft beschrieben, sodass man sich Menschen, Drachen, Umgebungen, Häuser uvm. wunderbar vorstellen kann. Diese Geschichte erfüllt absolut den Zweck - nämlich, für ein paar Stunden in eine ganz andere Welt abtauchen zu können. Es ist wunderschön und ich kann es wirklich nur jedem empfehlen, der Fantasybücher mag.
Und nun im Groben zur Geschichte selbst: Eragon, ein 15-jähriger Junge, lebt mit seinem Onkel und seinem Cousin in einem Haus abgelegen der Stadt Carvahall. Wieder einmal auf der Jagd, findet er ein Drachenei, das er vorerst für einen seltenen Stein hält. Nun, eines Nachts bricht die Schale und das Drachenmädchen Saphira schlüpft, womit eine wunderbare Freundschaft, wenn nicht sogar mehr als das, beginnt. Nachdem Eragon's Onkel getötet wird, machen sich die beiden auf den Weg, um Rache an den Mördern zu üben und geraten in viele gefährliche Situationen. Eragon erfährt immer mehr über die Drachenreiter, die einst gegen den bösen Galbatorix kämpften und schon vor vielen Jahrzehnten "verschwunden" sind. Mit Hilfe seines Drachen und einem alten Drachenreiter namens Brom wird Eragon selbst zu einem. Nach unzähligen Strapazen und einem weiten Weg voller schmerzhafter Erkenntnisse und spannenden Abenteuer endet alles in einer großen Schlacht. Das Ende läßt allerdings hoffen, dass es eine Fortsetzung gibt, da einiges noch offen bleibt und die Geschichte noch lange nicht zu Ende scheint.
Ein absolut tolles Buch, das sich einfach und flüssig lesen läßt.
großartig!...ein farbenpreächtiges Erlebnis!Januar 19, 2005 nadine(Berlin) 62 aus 73 fanden die folgende Rezension hilfreich
Als ich dieses Buch letztens entdeckte ist mir erst das Cover in die Augen gefallen.Irgendwie hat mich's gleich angezogen.Nach den ersten Seiten konnte ich gar nicht mehr auffhören zu lesen und bin nur noch zum essen aufgestanden. Einerseits faziniert mich diese Art zu schreiben durch die genauen Beschreibungen der Lebewesen, Landschaften und Ereignisse kann man sich richtig in diese Welt einleben und möchte am liebsten gleich am Geschehen teilnehmen.Doch anderer seits hat mich auch die Handlung selbst gefesselt. Es ist unglaublich, dass ein 15 Jähriger sich soetwas ausdenken kann, denn man glaubt er selbst lebe in dieser Welt, da alles so wirklich ist.
Also zur Geschichte:der 15 Jähriger Bauernjunge Eragon findet auf der Jagt einen seltsamen blauen Stein den er an sich nimmt in der Hoffnung in für etwas zu essen eintauschen zu können. Doch als dann ein kleines Drachenmädchen aus dem Ei schlüpft entwickelt sich eine wunderbare Freundschaft.Doch durch diesen Schicksalsschlag wird Eragons Leben vollständig verändert,so verlässt er seine Heimat um sich an den Mördern seines Onkels zu rächen. Auf dieser langen Reise lernt er viel über seine Bestimmung als Drachenreiter und die Magie.Er lernt viele seltsame Menschen und Lebewesen kennen und wird zum Mittelpunkts des größten Machtkampfes dieser Zeit. ...
Ich würde dieses Buch allen unbedingt empfehlen die schon " Herr der Ringe " gefesselt hat, aber auch allen anderen, da dies eins der besten Bücher ist die ich seit einiger Zeit gelesen habe.
Sehr gut!August 23, 2006 Jannis Kilian 14 aus 16 fanden die folgende Rezension hilfreich
In dem Buch Eragon Das Vermächtnis der Drachenreiter geht es um einen Jungen namens Eragon, der beim Jagen einen blauen Stein findet. Bald stellt sich heraus, dass der Stein ein Drachenei ist. Als das Haus seines Onkels von den Razac, menschenähnlichen Ungeheuern, zerstört wird flieht er mit Brom dem Geschichtenerzähler und seinem Drachen Saphira. So beginnt das Abenteuer im Kampf gegen den König Galbatorix der alle Drachenreiter töten will. Das Buch ist sehr spannend und fesselnd geschrieben und lässt sich durch die leicht zu verstehende Schreibweise gut lesen. Die Welt des Geschehens ist sehr fantasievoll, magisch und voller Überraschungen. Eragon ist für Liebhaber von Fantasy-Romanen die ideale Lektüre. Wer Band eins gelesen hat wird es nicht erwarten können Band zwei zu lesen.
Erfrischend anders geschriebenMärz 6, 2006 13 aus 16 fanden die folgende Rezension hilfreich
Mich persönlich hat kein Buch der letzten Zeit so gefesselt wie Eragon. Das Buch erzählt die Geschichte von Eragon über 600 Seiten ohne das übliche wechseln der Perspektive, der Zeit oder sonstigen Spielerreien.
Zu den Kritiken: Ja es wurde viel geklaut, man wird oft an StarWars erinnert und die Namen kommen einem auch alle irgendwie vertraut vor. Nun mich hat es nicht gestört.
Es wurde kritisiert das sich die Geschichte zum großen Teil nur um die Reise bzw. Jagd dreht. Nun das stimmt auch aber gleichzeitig wieder auf Tolkien zu verweisen passt dann wirklich nicht.
Eine Kritik verglich das Buch wohl mit einem etwas lang geratenen Schülleraufsatz ohne Spannung. Das mag dahingehend stimmen das nicht bis zum Erbrechen die 08/15 Stilelemente der gängigen Bestseller verwendet werden.
Auch wurden verschiedene Dialoge und das irrationale Verhalten der Charaktere kritisiert. Nun meiner Meinung ist Dan Brown in dieser Hinsicht nicht zu schlagen. Es ist eine nun mal eine fantasy Geschichte wer sich beim Lesen 5 Minuten Gedanken über die Dialoge macht ist hier falsch.
Fazit: Kein Meisterwerk(ich kenne auch keins in der Fantasy Literatur der letzten 30 Jahre) aber die Geschichte ist unheimlich mitreisend erzählt wenn man sich auf sie einlässt. Wer viele verschiedene und komplexe Handlungsstränge von einem Buch erwartet ist hier definitiv falsch.