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Ausser Dienst: Eine Bilanz

Ausser Dienst: Eine Bilanz

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Ihr gewähltes Produkt

Autor: Helmut Schmidt
Urheber: Helmut Schmidt
Verleger: Siedler

Kaufen Neu: EUR 17,00

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Neu (78) Gebraucht (8) ab EUR 16,15

Bewertung: 4.0 von 5 Sternen 28 Rezensionen

Medium: Gebundene Ausgabe
Ausgabe: 6
Seiten: 352
Versandgewicht: 1.3
Maße (innen): 8.7 x 5.7 x 1.3

ISBN: 3886808637
EAN: 9783886808632
ASIN: 3886808637

Publikation: September 12, 2008
Verfügbarkeit: Versandfertig in 1 - 2 Werktagen
Zustand: Das Buch ist neu und sogar noch eingeschweisst.

Auktionsempfehlungen


Kundenrezensionen:   Gelesen 23 mehr Rezensionen...

5 von 5 Sternen Bilanz des Pragmatikers - Appell an die politische Vernunft   September 17, 2008
D-ADSO (Weilheim in Oberbayern)
184 aus 192 fanden die folgende Rezension hilfreich

Der erste Satz in Helmut Schmidts persönlicher Bilanz ist Programm: "Gegen Ende des Lebens wollte ich einmal aufschreiben, was ich glaube, im Laufe der Jahrzehnte politisch gelernt zu haben". Dieses Werk ist folgerichtig Lagebericht und scharfsinnige Analyse zugleich, aber auch ein Appell an den gesunden Menschenverstand und den Einsatz der Vernunft.

Was das Buch wohltuend unterscheidet von vergleichbaren Lektüren wie beispielsweise Helmut Kohls oder Gerhard Schröders Memoiren ist das Fehlen von persönlicher Abrechnung oder kleinkritteliger Rechtfertigung. Hier teilt ein Elder Statesman seine Erfahrungen, seinen Sachverstand und auch sein Weltbild mit dem Leser mit dem Ziel, diesen zu sensibilisieren für eine Auseinandersetzung mit den gegebenen Zusammenhängen, seien sie ökonomischer oder kultureller Natur, und ihn zu wappnen gegen den um sich greifenden Opportunismus: "Ein Politiker muß nicht alles sagen was er weiß, aber was er sagt muß seine Wahrheit sein" - und nicht das was den Massen oder dem Zeitgeist gefällt.

Sollte dieses Buch sein letztes sein (was eigentlich undenkbar wäre), so liegt hier das Vermächtnis eines großen Mannes auf dem Büchertisch - in exakt dem Stil in dem er sich uns in der Erinnerung präsentiert: Pragmatisch, hanseatisch-nüchtern, ungebrochen klar. Und höchst erkenntnisreich.

Unbedingte Leseempfehlung!



5 von 5 Sternen Würdiger Blick eines Altkanzlers   September 28, 2008
Bärbel Talkler (Köln)
38 aus 42 fanden die folgende Rezension hilfreich

Es ist seit knapp 15 Jahren und "Handeln für Deutschland" das erste Buch von Helmut Schmidt, dass wir erworben haben. Präzise und sprachlich genau seziert der Altkanzler in einer durchweg lesenswerten Art und Weise alle gesellschaftlich relevanten Themen auf seine berühmte hanseatische Korrektheit. Ob Schule, Einkommenshöchstgrenzen, die Parteien im Bundestag oder aktuell sehr relevant die Berufsgruppe der Investmentbanker, Schmidt hat zu allem etwas Spannendes zu sagen. Investmentbanker bezeichnet Helmut Schmidt übrigens sehr treffend als "ein dem Raubrittertum vergleichbarer Pseudo-Adel". Empfehlung: Lesen!


5 von 5 Sternen Der Primat der Vernunft   September 16, 2008
Dr. Acula (Kamen)
88 aus 100 fanden die folgende Rezension hilfreich

Sicherlich gibt es viele und auch wirklich sehr gute Memoiren von politischen Persönlichkeiten (auch wenn es sich hierbei nicht um eine Autobiografie im eigentlichen Sinn handelt, sondern vielmehr um eine persönliche Bilanz respektive ein Fazit über ein langes Leben) die es wert sind gelesen zu werden wie Brandts "Erinnerungen" oder Weizsäckers "Vier Zeiten". Gleichwohl handelt es sich bei Helmut Schmidts "Außer Dienst" um ein besonderes Buch, das in seiner Wirkung nachhaltig ist.
Schmidt überzeugt durch klare präzise und scharfsichtige Aussagen über die historische Bedeutsamkeit des 20. Jahrhunderts (europäische Geschichte, EU etc.), dem Zustand und dem Fortwirken des 21. Jahrhunderts und stellt immer dabei den in der Verantwortung stehenden Menschen in den Mittelpunkt seines Handelns und Wissens. In seinen Vorschlägen und Äußerungen wird stets der Vernunft und der Verantwortung im Bezug auf die zu erfordernde Moralität im gemeinschaftlichen Zusammenleben der Vorrang eingeräumt, was ihn zu einer gewissen Vorbildfunktion charakterisiert - gerade im gegenwärtigen Zustand mangelnder Vorbilder.

Zu Recht lässt sich nach dieser Lektüre konstatieren, dass man um aufrecht zu handeln, weder ein "Held noch ein Heiliger" (U. Wickert) zu sein braucht, um der "goldenen Regel" in jeglichen Absichten des Lebens Einhalt zu gebieten.

Ich habe diese Lektüre - so wie seine anderen Bücher ebenfalls - mit großer Begeisterung und viel Zugewinn gelesen und kann sie jedem nur sehr empfehlen. Vielen Dank, Helmut Schmidt.



5 von 5 Sternen Auch noch außer Dienst dienen   Oktober 25, 2008
Detlef Rüsch (Freising, Bayern)
20 aus 22 fanden die folgende Rezension hilfreich

Helmut Schmidt ist ein umstrittener, diskussionsfreudiger und -anregender Mensch, wie man ihn sich insbesondere als Politiker heutzutage öfter wünscht. Wer bis ins hohe Alter hinein derartig interessiert am öffentlichen Leben bleibt, sich einmischt und immer wieder Brücken zwischen Vergangenheit und Zukunft zu schlagen vermag: dem gebührt an sich schon Respekt. Sein neues Buch unterstreicht seine Leistung und Haltung für den deutschen Staat wiedermal in besonderer Weise. Ihm gelingt es, in ausgesprochen deutlicher und verständlicher Sprache, Einschätzungen zu den großen und kleinen Themen in Deutshcland und der Welt abzugeben. Seine von Respekt gepräge Sprache erhält hier einen passenden Rahmen. Man hat als Leser das Gefühl, als unterhalte man sich mit dem Altbundeskanzler. "Außer Dienst" ist für dieses Werk auch der passende Titel; denn Helmut Schmidt hat in seinem Leben gezeigt, dass man auch außerhalb des Dienstes dem Wohle des Volkes verpflichtet ist und ihm dienen kann. Ob nun in seinen politischen Ämtern oder als Herausgeber der Wochenzeitung "Die Zeit": Helmut Schmidt war eigentlich nie "außer Dienst". Sicher kann man ihm einzelne politische Entscheidungen vorwerfen und auch sein Zigarettenkonsum mag nicht immer auf Anerkennung stoßen; dennoch gebührt seinem übergreifenden Fach- und Allgemeinwissen und seine Einschätzung moralischer Fragestellungen hoher Respekt. Für dieses Werk fehlt es stellenweise an tiefergehenderen Erläuterungen; doch schafft er es Weitblick in die politische Landschaft zu geben, die allzu oft von Schnellschüssen und demoskopischen Aspekten geprägt ist.
Die Kapiteleinteilung selber (Erfahrungen verändern Massstäbe, aus der Geschichte bzw. aus persönlichen Erfahrungen lernen,die Welt vor neuen Herausforderungen, Deuschland muss sich ändern sowie Religion, Vernunft und Gewissen) lässt gut erkennen, welchen Gebieten Helmut Schmidt besonderes Augenmerk schenkt und welche er dem Politikernachwuchs und allen der Demokratie verpflichteten Menschen besonders ans Herz legt.
Die parteiübergreifenden, langfristig orientierten, von enormen Wissen gespeisten Denkansätze und -anstösse von Helmut Schmidt - gepaart mit besonderer Charakterstärke und Menschenfreundlichkeit - machen das Buch "Außer Dienst" zu einem Vermächtnis, zu einem Appell, im Wirken, Streben und besonderem Einsatz für die Demokratie und die Menschenrechte nicht nachzulassen; man hat Helmut Schmidt zu danken, dass er sich unermüdlich für ein soziales und demokratisches Deutschland, das eingebettet ist in einem europäischen und globalen Netzwerk, eingesetzt hat. So heißt es für die Zukunft, die Bilanz "Außer Dienst" genau zu studieren und Rückschlüsse für das private und öffentliche Leben zu ziehen: denn Demokratie kennt kein "Außer Dienst"!



5 von 5 Sternen Er sollte ewig leben   September 20, 2008
Janne Hoffmann (Bad Schwalbach)
54 aus 64 fanden die folgende Rezension hilfreich

Bin mit dem Buch noch nicht ganz durch, doch mir ist klar: Hier schreibt ein weiser Mann, einer der wenigen, die angesichts des zunehmenden globalen Chaos noch den Überblick haben. Als Schmidt Kanzler wurde, war ich zwanzig Jahre alt und erinnere mich noch gut an das Gefühl der Erleichterung und Sicherheit, das ich dabei empfand. Es war, als hätte Deutschland mit ihm eine Art Kapitän bekommen, einen erfahrenen, umsichtigen Schiffsführer, von dem man wusste - er wird uns durch alle Stürme bringen. Und das hat er getan. Schmidt war für Deutschland wie ein Vater, der seine Liebe zwar nicht überdeutlich zeigte, sie aber bewies, indem er die Geschicke dieses Landes, das Wohl und die Sicherheit seiner Bürger über alles stellte. Im Gegensatz zu vielen Politikern von heute konnte man ihm vertrauen - und das war wunderbar.
Wer des Lesens mächtig ist sollte jeden Satz, den Helmut Schmidt zu Papier bringt, begierig in sich aufsaugen. Man kann ungeheuer viel lernen, einiges an Halbwissen abbauen und wird manchen vorschnell eingenommenen Standpunkt revidieren. Ich wüsste keinen anderen Menschen, weder Mann noch Frau, der über einen derartigen Kenntnisreichtum verfügt und in der Lage wäre, die vielschichtigen Phänomene von Geschichte und Politik so einleuchtend miteinander zu verknüpfen und zu erklären. Wohltuend Schmidts grundsätzliche Haltung: die Dinge mit Vernunft betrachten, mit klarem, kühlem Geist, aber mit einem warmen Herz. Besser geht's nicht. Im Dezember wird Helmut Schmidt neunzig - ich wünschte, er würde ewig leben, und seine wunderbare Loki auch.


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