Quo vadis, Bryan Singer?Januar 15, 2008 1 aus 1 fanden die folgende Rezension hilfreich
Ich habe mir mittlerweile den Film zum zweiten Mal angesehen, nachdem ich zwischendurch auch das Zusatzmaterial auf der Bonus-DVD angeschaut hatte. Und siehe da, ich habe mich scheinbar an den Film und seine Herangehensweise gewöhnt, vielleicht hat mich auch das Zusatzmaterial für seine Stärken sensibiliert.
Denn der Film hat mir tatsächlich besser gefallen als beim ersten Mal.
Trotzdem bleibt der Eindruck, dass der Film einen unverhältnismässigen Aufwand treibt, um seine Ziele zu erreichen. Schöne Menschen agieren in getragenen Szenen vor Hochglanz-Kulissen, die Dialoge verlieren sich in wenig Gesagtem und viel Unausgesprochenem. Und für den gebotenen Inhalt ist der Film zu lang.
Ein Top-Film sollte mehr sein als die Summe seiner Teile, so geschehen z.B. bei James Camerons Aliens oder bei X-Men 2, ebenfalls von Regisseur Bryan Singer. Laut eigener Aussage hat er für Superman Returns in jeder Beziehung deutlich mehr Aufwand getrieben - trotzdem fällt der fertige Film schwächer aus. Man sieht dem Film den verschwenderischen Aufwand schon an, doch er fügt sich nach meinem Empfinden nicht zu einem schlüssigen Ganzen zusammen.
Mittlerweile glaube ich immerhin zu verstehen, warum der Film genau so ist wie er ist: Bryan Singer hat wohl versucht, eine Hommage an Richard Donners ersten Superman Film von 1978 zu inszenieren. Im Nachhinein finde ich sogar, dass sich Kevin Spacey seinen Lex Luthor sehr genau bei Gene Hackman abgeguckt hat, auch das Spiel von Brandon Routh erinnert stark an Christopher Reeve. Das ist einerseits ein lobenswertes Unterfangen, und der Film kombiniert überzeugend das langsame Tempo und die Ästhetik des Vorbilds mit zeitgemäßen und wirklich beeindruckenden Spezialeffekten. Andererseits wundert mich, dass Batman in den verschiedenen Verfilmungen von Tim Burton über Joel Schumacher bis hin zu Christopher Nolan immer neu erfunden und interpretiert wird, während bei Superman nichts besseres einfällt als eine mittlerweile 30 Jahre alte und nicht mehr ganz zeitgemäße Interpretation zu zitieren.
Damit ist Superman Returns durchaus eine Empfehlung wert für all diejenigen, die Christopher Reeve als Superman nachtrauern und auf der Suche nach einem Superhelden-Film im ganz klassischen Stil sind.
Für mich aber findet damit eine Wachablösung statt - Christopher Nolan ist jetzt der führende Regisseur für Comic-Adaptionen, den ich im Auge behalte.
Und am meisten schade finde ich, dass Bryan Singers Wechsel von den X-Men zu Superman uns diesen grottenschlechten X-Men 3 von Brett Ratner beschert hat. Mir wäre ein besserer X-Men 3 von Bryan Singer deutlich lieber gewesen als Superman Returns.
ETWAS ENTTÄUSCHEND!!!Februar 10, 2008 2 aus 2 fanden die folgende Rezension hilfreich
Superman Returns ist einer dieser Filme, die man schwer beurteilen möchte. Auf der einen Seite versprüht der Film eine sehr angenehme und lockere Atmosphäre mit Witz und Charme. Auf der anderen Seite bietet der Film eigentlich nichts wirklich Herausragendes und enttäuscht in manchen Punkten sogar sehr - vor allem, weil man von Top-Regisseur Bryan Singer eigentlich mehr erwartet hätte. Immerhin fabrizierte dieser Mann mit X-Men 1 und 2 zwei der besten Comic-Verfilmungen überhaupt.
Die Flugzeugabsturz-Sequenz in der Mitte des Films ist teils atemberaubend insziniert und gehört sicherlich zum Höhepunkt des Streifens. Schwach dagegen das Ende: Ja was denn nun? Kryptonit ja, Kryptonit nein....Kraft weg, Kraft da....da soll sich noch einer auskennen??? Sonderlich überzeugend und nachvollziehbar ist das wirklich nicht.
Das mit der Darsteller-Riege ist auch so eine Sache. Kevin Spacey macht seine Sache erwartungsgemäß gut. Kate Bosworth alias Lois Lane ist auch hübsch anzusehen und auch Brandon Routh passt als Superman wirklich gut. Das Problem ist nur folgendes: Superman Returns soll storymäßig 5 Jahre nach dem damaligen zweiten Teil mit Christopher Reeve spielen. Leider sehen Lois und Superman aufgrund der sehr jungen Darsteller eher aus, als wären sie beide eben gerade 25 geworden. Das wirkt etwas unpassend.
Größter Schwachpunkt von Superman Returns ist aber eindeutig die Story. 08/15 wäre hier fast schon untertrieben. Leute, Leute!!! Zwar ist dieser 5. Superman-Film eine Rückkehr zu den Wurzeln, aber mit ner absolut simplen und fast langweiligen Story wie dieser hält man keinen modernen Kinogänger mit Hang zu Action an der Stange. Was haben sich die Drehbuchschreiber hier bloss gedacht? Anscheinend wollte man hier wirklich eine klassische Geschichte ohne viel Besonderem auf die Beine stellen - leider enttäuscht das wirklich mehr denn je!!! Man kann nur hoffen, dass hier beim geplanten zweiten Teil nachgebessert wird.
Superman Returns hat mich im Kino ziemlich enttäuscht. Auf DVD habe ich mir den Film dann noch 3x angesehen. Mittlerweile finde ich ihn nicht mehr so übel wie viele sagen, da die riesigen Erwartungen vor dem damaligen Kinobesuch nicht mehr vorhanden sind. Er bietet einige wirklich nette und gut gemachte Szenen. Als Gesamtwerk betrachtet gehört der Film allerdings eher in die Mittelklasse und kann mit echten Highlights wie Batman Begins, X-Men 2 oder auch Spiderman 2 nicht im geringsten mithalten.
Bild und Ton der DVD sind mehr als in Ordnung. An manchen Stellen wirken die Gesichter der Darsteller zwar fast wie Gummi bzw. arg künstlich, aber das könnte auch von den Produzenten beabsichtigt sein. Auf Disc 2 der Special Edition (die auch als Steelbook erhältlich ist) gibts Bonusmaterial ohne Ende. Tipp: Wer alle Superman-Filme haben will, sollte zur Ultimate Collection Box greifen - die dürfte selbst den größten Fan zufrieden stellen!
Langweiliger FilmApril 10, 2008 Wieder so ein Remake, was es nicht ans Original heran bringt. Dieser Film ist schlicht und einfach viel zu langgezogen worden. Die Story hätte man auch in kürzerer Zeit erzählen können. Man muss ja auch nicht alles wiederkäuen, was schon mal da war.
Die Smallville Serie ist da wesentlich besser gelungen (liegt vielleich auch daran, dass hier neue Ideen verarbeitet wurden und nicht alte wiederaufgearbeitet wurden).
Bild und Ton sind dem heutigen Standard entsprechend gut.
Belanglos und fadeJuli 8, 2008 1 aus 1 fanden die folgende Rezension hilfreich
Der mit Spannung erwartete Film SUPERMAN RETURNS hat bei mir einen sehr faden Nachgeschmack hinterlassen - im Endeffekt ist dieser Film leider eine ziemliche Enttäuschung.
Das Problem des Ganzen ist schnell skizziert: der Film ist schlichtweg langweilig. Es fehlt einfach an Spannung und an Drive, und daran können auch die ganz sehenswerten Special Effects nichts ändern. Viele Szenen wirken darüber hinaus planlos inszeniert, die Handlung kommt nur sehr stockend in Schwung. Nach den ersten 30 Minuten fragt man sich unwillkürlich, worum der Film nun eigentlich gehen soll.
Wie geschrieben: die Tricks sind ganz ansprechend gemacht - aber auch hier sieht man die meiste Zeit nichts, was einem irgendwie neu vorkäme oder einen vom Hocker reist. Es zeigt sich halt einmal mehr, dass gute Tricks für einen Film zwar wichtig sind, aber keine laue und nichtssagende Handlung retten können.
Das Finale wiederrum ist enttäuschend antiklimatisch - und wenn Superman einen ganzen Kontinent in die Erdumlaufbahn hebt merkt man, dass diese Figur für einen Film einfach zu überzogen wirkt.
Ganz gut gefiel mir der "neue" Supermandarsteller - zwar wird diese Rolle sicherlich und zu Recht immer mit Christopher Reeve (RIP) verbunden sein, aber zumindest macht "Der Neue" seinen Job ganz gut. Dafür, das das lasche Skript einfach nicht in Schwung kommt und für Superman zu wenig Herausforderungen bietet kann er ja letztlich nichts.
Alles in allem: kein Vergleich zu anderen Superhelden-Filmen, die in den letzten Jahren so erschienen sind. Für Superman-Fans sicherlich ansehbar, und ansonsten erträglich - aber letztlich einfach ein fader Film, den man auch getrost auslassen kann.
schlecht!!!August 31, 2008 Ich bin von dem Film sehr entäuscht!!! Als ich ihn mir angesehen habe, hab ich nicht gespürt, wie Spannung aufkommt. Es war einfach nur langweilig!!!
Die alten Folgen der Serie " Die Abenteuer von Louis und Clark" ( das ist ja der sogenannte "Ursprung" von Superman) waren wirklich besser!!