In der Ruhe liegt manchmal die Kraft - so auch hier...Juli 28, 2008 Indio-Black(Detmold) 11 aus 12 fanden die folgende Rezension hilfreich
Ich muß auf der einen Seite zwar einigen Kritikern Recht geben, dass der Film an manchen Stellen tatsächlich etwas "zäh" anmutet... Aber - wenn überhaupt - "langweilt" man sich in diesen Passagen wirklich auf sehr hohem Niveau.
Für eine Charakterstudie, ein Psychoduell zwischen Cop und Gangster, und dieses soll im Film wohl zum Ausdruck gebracht werden, ist dieser Film allerdings absolut fantastisch.
Auch Movies wie "Casino", "Good Fellas", "Heat" oder sogar auch "Scarface" und "Es war einmal in Amerika" hatten teilweise mit einer "Zähigkeit" im Plot zu "kämpfen".
Und ja: Ich traue mich tatsächlich diese Meisterwerke mit "American Gangster" in einem Atemzug zu nennen...
Gelangweilt habe ich mich beim Filmgenuss dieser künstlerischen Meisterleistungen wirklich nicht.
Gerade all diese ruhigen Szenen haben sehr zu einer Millieustudie, zu einer wunderbaren filmischen Widergabe von Charakterzügen beigetragen - genauso auch wie in diesem Film von Ridley Scott.
Wer einen reinen "Actionfilm" hier erwartet, der ist sowieso bei diesem Film fehl am Platze...
Für echte KinofansMai 9, 2008 Sasher 16 aus 23 fanden die folgende Rezension hilfreich
"American Gangster" ist kein Sonntag-Popkorn-Film. Wer nur rasante Action, große Gefühle, oder Witze am laufenden Band will ist hier schlecht beraten. Doch für echte Filmfans, die gute Dialoge, authentische Schauspieler und tolle Figuren wollen, ist dieser Film ein Muss! Ich geniesse allein die Blicke der Schauspieler, die art wie sie reden und was sie verkörpern. Das alles verpackt in einer guten Story die es auch teilw. wirklich gegeben hat. Leider muss ich zustimmen, nachdem ich "Gladiator" gesehn habe, dass Russel Crow nicht gut synchronisiert ist. Und dennoch ich habe ihn sehr genossen.
Sehr gutes Gangster-EposMärz 31, 2008 zippodoc2 11 aus 16 fanden die folgende Rezension hilfreich
Viel Positives wurde in der Vergangenheit über den Film geschrieben. Von "Genial" über "Grandios" bis zu "Sensationell" war etliches dabei. Ich stimme mit vielen diesen Aussagen absolut überein!!
Zur Story: Ende der 60er Jahre, nach dem Tod des Harlemer Gangster-Bosses Bumby, beginnt sein Zögling Frank Lucas das Gewalt- & Drogenimperium fortzuführen und auszubauen.Während seine Macht scheinbar endlos steigt kommt ihm der Drogenfahnder Richie Roberts Stück für Stück auf die Schliche...
Die Geschichte ist nun nicht gerade die Innovation der letzten Jahrzehnte, wirkt aber durch den wahren Hintergrund äußerst faszinierend.
Denzel Washington als schwarzer Gangsterchef gibt dem Ganzen eine excellente Note. Seine Darstellung ist genial und verzehrt durch seine sympathische Art an vielen Stellen die Brutalität und Gewalt gekonnt. Der Eindruck des fleißigen Geschätsmannes überwiegt dem des Kriminellen. Russel Crowe als grundehrlicher Ermittler hat mich ebenfalls durch sein Schauspiel absolut in den Bann gezogen.
Die Atmosphäre der 60er und 70er wurde durch stimmige Musik und eine perfekte Kulisse sehr gut eingefangen.
Die Kamera ist, wie in schon zahlreichen R.Scott-Werken, eine weitere gewaltige Stärke des Films.
Einziger Schwachpunkt von "American Gangster" ist die fehlende Action. Dadurch entstehen an einigen Punkten Längen.
Mein Fazit: Dieses Drama überflügelt an keiner Stelle Highlights des Genres-wie z.B. "The Departed", ist aber aufgrund der genannten guten Aspekte ein sehr unterhaltsamer Film über Macht, Ehre, Drogen, Gewalt sowie Aufstieg & Fall.
Ausgezeichnet inszeniertes Gangsterepos!Juni 5, 2008 TheWatcher1986 11 aus 16 fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Film über Gangsterlegende Frank Lucas. Inszeniert von Ridley Scott. Denzel Washington in der Hauptrolle und Russel Crowe als sein Gegenspieler. Da waren die Erwartungen natürlich groß und soviel schon vorneweg: "American Gangster" wird diesen Erwartungen voll und ganz gerecht. "From Rags to Riches" Geschichten sind ohnehin interessant, die von Kriminellen allerdings ganz besonders. Ridley Scott führt den Zuschauer sehr gemächlich in das Leben von Frank Lucas ein. Es findet keinerlei Effekthascherei statt (sieht man mal von den nackten Frauen ab, die den Stoff herrichten- Franc Lucas sagte in einem Interview, dass dies völliger Schwachsinn sei). Im Gegenteil, das Leben von Lucas wirkt obwohl Milliarden Dollar schwer, recht beschaulich, was den Gangster wohl auch in echt auszeichnete. Man sieht Lucas als gewieften Geschäftsmann und Herrscher Harlems. Dabei werden vor allen Dingen seine guten Seiten gezeigt. Er behandelt seine Kollegen fair und sorgt für die Menschen in seinem Umfeld. Fast könnte man meinen er verteile mehr Truthähne unter den Armen als, dass er mit seinem "Blue Magic", seinen Drogen, Verderben unters Volk bringt. Scott gelingt es aber immer wieder durch plötzliche Gewaltausbrüche den eiskalten und rücksichtslosen Frank Lucas zu zeigen und verhindert so eine komplette Glorifizierung. Denzel Washington passt natürlich perfekt in diese Rolle und spielt den American Gangster unglaublich facettenreich und überzeugend. Meiner Ansicht nach eine seiner besten Performances. Auch der Rest der Familie Lucas ist super besetzt. Die Oscarnominierung als beste Nebendarstellerin für Ruby Dee als Mama Lucas erscheint mir auf Grund der kurzen Leinwandpräsens aber doch etwas übertrieben. Auf der anderen Seite sehen wir einen Russel Crowe, der einen extrem ehrlichen Polizisten verkörpert. Crowe spielt, wie fast immer, sehr stark und kann der Rolle viel abgewinnen. Bevor er für die Rolle gecastet wurde, war sie deutlich kleiner und wurde erst für ihn entsprechend erweitert. Hier stellt sich allerdings die Frage ob dies wirklich nötig war. Wegen der tollen Darbietung von Crowe ist es zumindest aber kein Schaden. Wenn er gegen Ende dann das erste Mal eine Szene zusammen mit Denzel Washington hat, merkt man was für Schwergewichte hier aufeinander treffen. Der ein oder andere mag sich wundern wie schnell die beiden scherzend beisammen sitzen. Tatsächlich sagt man über Frank Lucas, dass er ein sehr freundlicher Mensch sei, mit dem sogar die meisten Richter freundschaftlich und locker umgegangen seien. Hauptkritikpunkt von vielen an diesem Film ist die Laufzeit (150 Minuten, oder in der Extended Version sogar 168). Ich empfand diese zweieinhalb Stunden allerdings als sehr kurzweilig und interessant. Ebenfalls ein Plus ist der hervorragend passende Soundtrack. Um in einem Atemzug mit "Der Pate", "Goodfellas", "Scarface" oder "Casino" genannt zu werden mag es nicht ganz reichen. Um zu den besten Filmen des vergangenen Jahres zu gehören reicht es problemlos!
Sehr gutes Gangster-Epos!April 13, 2008 zippodoc2 7 aus 10 fanden die folgende Rezension hilfreich
Viel Positives wurde in der Vergangenheit über den Film geschrieben. Von "Genial" über "Grandios" bis zu "Sensationell" war etliches dabei. Ich stimme mit vielen diesen Aussagen absolut überein!!
Zur Story: Ende der 60er Jahre, nach dem Tod des Harlemer Gangster-Bosses Bumby, beginnt sein Zögling Frank Lucas das Gewalt- & Drogenimperium fortzuführen und auszubauen.Während seine Macht scheinbar endlos steigt kommt ihm der Drogenfahnder Richie Roberts Stück für Stück auf die Schliche...
Die Geschichte ist nun nicht gerade die Innovation der letzten Jahrzehnte, wirkt aber durch den wahren Hintergrund äußerst faszinierend.
Denzel Washington als schwarzer Gangsterchef gibt dem Ganzen eine excellente Note. Seine Darstellung ist genial und verzehrt durch seine sympathische Art an vielen Stellen die Brutalität und Gewalt gekonnt. Der Eindruck des fleißigen Geschätsmannes überwiegt dem des Kriminellen. Russel Crowe als grundehrlicher Ermittler hat mich ebenfalls durch sein Schauspiel absolut in den Bann gezogen.
Die Atmosphäre der 60er und 70er wurde durch stimmige Musik und eine perfekte Kulisse sehr gut eingefangen.
Die Kamera ist, wie in schon zahlreichen R.Scott-Werken, eine weitere gewaltige Stärke des Films.
Einziger Schwachpunkt von "American Gangster" ist die fehlende Action. Dadurch entstehen an einigen Punkten Längen.
Mein Fazit: Dieses Drama überflügelt an keiner Stelle Highlights des Genres-wie z.B. "The Departed", ist aber aufgrund der genannten guten Aspekte ein sehr unterhaltsamer Film über Macht, Ehre, Drogen, Gewalt sowie Aufstieg & Fall.