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Der goldene Kompass (Einzel-DVD)

Der goldene Kompass (Einzel-DVD)

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Andere Ansichten:

 

Ihr gewähltes Produkt

Regie: Chris Weitz
Schauspieler: Nicole Kidman, Dakota Blue Richards, Sam Elliott
Studio: Warner Home Video - DVD

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Neu (36) Gebraucht (10) Sammlerstück (3) ab EUR 4,43

Bewertung: 3.0 von 5 Sternen 147 Rezensionen

Format: Dolby, Pal, Surround Sound
Sprachen: Deutsch (Original Language), Englisch (Original Language), Deutsch (Untertitel Für Hörgeschädigte), Deutsch (Subtitled), Englisch (Subtitled)
Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren
Region: 2
Seitenverhältnis: 16:9
Laufzeit: 109 Minuten
Versandgewicht: 0.2
Maße (innen): 7.5 x 5.4 x 0.6

MPN: 9072159895
EAN: 7321925010466
ASIN: B0013IJ2LQ

Freigabe-Datum: 2007
Veröffentlichung: April 25, 2008
Verfügbarkeit: Versandfertig in 1 - 2 Werktagen
Zustand: NEU + OVP noch in Folie eingeschweisst ! Sofort lieferbar ! Deutsche Originalware !

Auktionsempfehlungen


Eigenschaften:
  • FSK 12

Kundenrezensionen:   Gelesen 142 mehr Rezensionen...

5 von 5 Sternen Bezauberndes Wintermärchen im "Steam-Outfit"   August 28, 2008
Woodstock
27 aus 31 fanden die folgende Rezension hilfreich

In diesem Fantasyfilm gibt es ausnahmsweise mal keine Elfen, Orks, Zwerge, Drachen oder langbärtige Zauberer!
Dies ist eine Geschichte, die in einer Parallelwelt spielt, in einem industrialisierten Zeitalter, das wie eine Mischung aus viktorianischer Zeit und den 30er Jahren wirkt. Dort beherrschen hochentwickelte Dampfmaschinen jeder Art Wasser und Land. Zeppeline und Heißluftballons bevölkern die Luft. Eine weitere Besonderheit dieser Welt ist, dass die menschlichen Seelen Tiergestalt haben und als sogenannten Dämonen die Begleiter und Freunde ihrer Menschen sind. Geschieht einem Dämonen ein Unheil trifft es auch den Menschen und umgekehrt.

Das Waisenmädchen Lyra Belacqua (Dakota Blue Richards) wächst am Jordan-College auf. Ihr Onkel Lord Asriel (Daniel Craig) ist ein namhafter Forscher an diesem College, der auf der Suche nach "Staub" ist. "Staub" durchdringt das gesamte Universum und verschafft Zugang zu anderen Welten, und diesen Staub hofft Asriel am Nordpol zu finden. Das allgegenwärtige Magisterium, eine Art religiöse Überinstanz, will das mit allen Mitteln verhindern. Als Lord Asriel zum Nordpol aufbricht hinterlässt er Lyra einen goldenen Kompass auch Aletheometer genannt, der Lyra auf magische Weise Antworten auf alle Fragen gibt. Lyra ist aber frustriert, weil sie ihren Onkel nicht begleiten durfte und wendet sich der schillernden Mrs. Coulter (Nicole Kidman) zu. Leider verfolgt Marisa Coulter ziemlich unredliche Ziele und Lyra gerät in große Gefahr.

Mir hat's gefallen:
Dieser Film ist ein unterhaltsames und spannendes Familien-Weihnachtsmärchen geworden, das es mit den vergleichsweise naiven Chroniken von Narnia und dem leider sehr einfallslosen Eragon leicht aufnehmen kann.
Hier sieht man in einem einfallsreichen und überbordenden Bilderopus mal etwas ganz Neues, eine andere Welt und andere Helden in einer Story, die sich sehr angenehm vom Elfen-Orks-Drachen-Einheitsbrei abhebt. Die Animationen sind hochkarätig und atemberaubend echt. Besonders Iorek der Panzerbär und die verschiedenen Tierdämonen sind fantastisch gelungen. Die Schlachten und Kämpfe können sich ebenfalls sehen lassen. Auch wenn sie nicht halb so erbittert, brutal oder gar pathetisch sind, wie das kleinste Scharmützel bei Herr der Ringe. Dafür sieht man hier keinen Tropfen Blut fließen. Da zerbersten stattdessen hunderte von Dämonen der Gefallenen wie Silvesterraketen im Schlachtengetümmel. Diese Idee ist doch wirklich ein extra Lob und einen zweiten Blick wert.
Aber bei allem Lob, "Der goldene Kompass" kommt halt nicht über das Niveau eines Kinder- und Familienfilm hinaus, auch wenn das Buch durchaus Ansätze dafür geboten hätte. Das Ziel, das sich Regisseur Chris Weitz und New Line Cinema angeblich gesetzt haben, einen vergleichbaren, epochalen Dreiteiler wie Herr der Ringe zu schaffen, ist mit diesem ersten Teil meilenweit verfehlt worden. Zu harmlos und vereinfacht sind Handlung und Charaktere. Und die Fantasy-Welt der Geschichte gewinnt nicht einmal ansatzweise die Tiefe eines Mittelerde-Sumpflandes. Wer sich also mehr als einen Kinderfilm erhofft wird bitter enttäuscht werden.

Die Darsteller:
Dakota Blue Richards als Lyra wurde extra für diesen Film unter Beisein des Autors Pullman gecastet, und sie ist eine Wucht. Ihre Figur ist allerdings auch das Zentralgestirn des Films, das kaum andere Darsteller neben sich aufkommen lässt. Selbst eine Hammerfrau wie Nicole Kidman erblasst beinahe neben Dakota Blue Richards, und auch trotz anderer hochgradiger Schauspieler, bleibt das Mädchen Lyra (eingehüllt in selbstgestrickte Mützen, Schals und Handschuhe) die "Überfrau" dieses ersten Teils.
Viele andere wichtige Charaktere tauchen in zu kurzen Abständen auf, ohne eingeführt zu werden. So tritt Sam Elliott, als Luftschiff fahrender Cowboy Scoresby völlig unvermittelt, dafür aber erst sehr spät auf und Daniel Craig als Asriel tritt viel zu früh ab. Beide kriegen kaum einen darstellerischen Fuß auf den Boden. Ebenso die Hexe Serafina Pekala, der König der Gypter oder Ma Costa - sie bleiben letztlich völlig belanglose Figuren neben Lyra. Nur Marisa Coulter und der Eisbär Iorek, im Englischen mit der Stimme von Ian Mc Kellen, erhalten Zeit und Raum genug um ihre interessanten Persönlichkeiten zu entfalten.

Fazit:
Mit wunderschönen Bildern, atemberaubenden Animationen und Weltklasse Darstellern hat man einen netten und harmlosen Film geschaffen, der eine ungewöhnliche wenn auch deutlich entschärfte Geschichte erzählt.

DVD 9:
Laufzeit ca. 109 min, Amaray Case, Bildformat 16:9 (2.40:1) anamorph
Ton: Deutsch: Dolby Digital 5.1, Englisch: Dolby Digital 5.1 EX, Untertitel: Deutsch und Englisch, Untertitel für Hörgeschädigte Deutsch, Ausstattung: Kinotrailer, Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, Menü mit Soundeffekten, Audiokommentar von Regisseur Chris Weitz.



5 von 5 Sternen Totsynchronisiert - nur im Original ein packend-düsterer Fantasykracher - im Dt. ein reiner Familienfilm!   März 17, 2008
Chilischote
32 aus 46 fanden die folgende Rezension hilfreich

Selten habe ich einen Film gesehen, der mich so gefangen gehalten hat und dessen sphärischer Eindruck mich auch jetzt noch begeistert.

Der Film startet mit einer wunderschönen Einführung in eine völlig neue Welt und führt uns zum altehrwürdigen Jordan-College in Oxford, wo man bereits in die dominierenden Akzente des Films eingeführt wird: Freier Geist gegen Autokratie oder mit den Worten zweier widerstreitender Akteure gesprochen: "Das ist Ketzerei! - Das ist die Wahrheit!"

Von beherrschender Präsenz ist die gerade einmal 13jährige Dakota Blue Richards, die sich mit ihrer Darstellung der Hauptperson Lyra der Auswahl unter 10000(!) Anwärterinnen mehr als würdig erweist. Es ist großartig, wie dieses junge Mädchen einerseits die düstere Grundstimmung des Films repräsentiert und andererseits wiederholt eine Fröhlichkeit und Hoffnung ausstrahlt, die zeigt, wieso sie das Herz dieses Films ist. Obwohl an und für sich "nur" ein Kind spielt sie mit einer Eindringlichkeit, die ihresgleichen sucht und diesen Film sowohl für Kinder als auch für Erwachsene empfiehlt.

Und in Sachen Eindringlichkeit setzt der Film Maßstäbe. Die Thematik des Films ist äußerst ernst gehalten und diesem roten Faden folgt der Film bis zur letzten Minute. Das liegt zum Einen an den Darstellern, die in ihren Rollen aufgehen und ihnen eine ungeheure Lebendigkeit und Tiefe verleihen. Eva Green und Daniel Craig zeigen selbst in ihren recht kurz gehaltenen Szenen ihr großes Talent und Nicole Kidman kann ihr Können diesmal auf der "dunklen Seite der Macht" mit einer unglaublichen Sympathie austoben. Angesichts der durchgehend exzellenten Riege von Schauspielern kann man auch den einen evidenten Mangel des Films verschmerzen, dass der Film in der zweiten Hälfte zugunsten von fast unablässiger Spannungsbögen und packender Actionszenen das Erzählerische vernachlässigt. Etwas mehr Hintergrundwissen zu neu auftauchenden Personen und der faszinierenden Storyentwicklung hätte dem Film nicht geschadet.

Zum Anderen ist die Optik durch bildgewaltige Landschaftsaufnahmen ungeheuer eindrucksvoll gelungen, die einen auch Dank förmlich entfesselter Kameraführung und stimmigem Soundtrack nicht mehr loslässt. Vor allem die majestätisch gleitenden Hexen und die animierten Tiere sind sehr natürlich gelungen und verkörpern faszinierende Charaktere. Dem Film gelingt damit das Kunststück, eine derart fesselnde Atmosphäre zu erzeugen, dass man sich von der ersten bis zur letzten Minute völlig in ihrem Bann befindet. Und das zeichnet meines Erachtens einen echten Fantasy-Film aus.

Das Vorstehende gilt aber leider nur für die englische Originalversion. In der dt. Synchronisierung hat man der tragenden Hauptdarstellerin eine Kleinmädchenstimme abgehängt, so dass bei jeder spannenden Szene eine naive Kinderstimme dazwischenkracht und den Film allein durch diese eine misslungene Stimme zum Familienfilm ohne große Spannung und Atmosphäre degradiert, während im O-Ton das kleine Ausnahmetalent sowohl schauspielerisch als auch stimmlich eine exzellente Leistung abgibt. Ähnliches habe ich bisher nicht erlebt, dass auf der einen Seite der reinste Kinderfilm steht - und auf der anderen ein düster-packender Filmgigant, der mich auch noch nach dem xten Schauen mit seiner packend-düsteren Atmosphäre in den Bann zieht!

Fazit: Ganz großes Kino! Unbedingt im O-Ton anschauen!

Eine Bitte noch: Seht den Film als eigenständiges Werk an! Ein 1:1-Vergleich mit Herr der Ringe würde völlig fehlgehen, da die Heldin vorliegend ein junges Mädchen in einer liebevoll gestalteten Fantasywelt ist, die alles nur kein Mittelerde mit seinen Schlachtfeldern nebst stählernen Helden darstellt. Danke! :)



5 von 5 Sternen Allen Unkenrufen zum Trotz - der Film ist sehr gut!!   Mai 2, 2008
Snowflakecake (Mannheim)
15 aus 24 fanden die folgende Rezension hilfreich

Manchmal kann ich mich nur wundern. Da werden gar teils so unpassende Vergleiche zu Filmen wie Harry Potter und sogar zu Herr der Ringe herangezogen, die derart fehlplaziert sind dass sich mir die Frage aufdrängt, ob hier wirklich ein- und derselbe Film besprochen wird.
Liebe Leute, es wird wohl kaum in naher Zukunft etwas annähernd Vergleichbares zu der Herr der Ringe Trilogie geben! Weder vom Umfang, Inhalt noch von der Umsetzung. Also ist es auch völlig unsinnig hier einen Vergleich anzustreben. Philip Pullman ist kein J.R.R. Tolkien! Jedoch zählt seine Fantasy-Saga ebenfalls zu einer der erfolgreichsten dieses Genres.

Ich habe die Bücher bislang noch nicht gelesen, werde das aber in Kürze nachholen, denn der Film macht definitiv Lust auf mehr.
Daher bezieht sich meine Beurteilung auch lediglich auf den Film, ohne einen Vergleich mit dem Buch anstellen zu können.

Der Film ist meines Erachtens sehr gut umgesetzt. Die Geschichte ist interessant und sehr phantasievoll. Die Charachtere duchweg gut und überdies sehr gut besetzt. Nicole Kidman spielt die eisige und undurchsichtige Mrs. Coulter einfach brilliant. Daß ich dies schreibe will schon etwas heißen, denn ich bin wahrlich kein Fan von Nicole Kidman;-) Daniel Craig mimt den abenteuerlustigen Lord Asriel, dessen Charachter sich in diesem ersten Teil leider noch nicht voll entfalten kann - da er dank Script mehr durch Abwesenheit glänzt. Aber man darf schon auf den zweiten Teil gespannt sein und ich bin sicher, dort wird er sein gewohntes Potential voll entfalten.
Das Waisenmädchen und mutige Heldin der Geschichte Lyra wird mehr als glaubhaft gespielt von Dakota Blue Richards (hm, interessanter Name), die sich lieber mit Jungs rauft und allerhand Unfaug anstellt aber um Gottes Willen keine Lady sein möchte. Im Stile meiner Kindheits-Helden wie beispielsweise Ronja oder Madita kämpft sie sich mit Scharfsinn und Übermut durch allerhand sich ihr in den Weg stellenden Gefahren.

Sehr schön umgesetzt auch die sogenannten Dämonen in Tiergestalt, die mit ihrem Menschen durch ein unsichtbares Band verbunden sind und einen Teil ihrer Seele darstellen.
Die Animationen sind durchweg sehr gut gelungen. Nicht zu Unrecht gab es dafür sogar Preise!
Bühnenbild, Szene und Landschaften sind sehr schön und liebevoll gemacht.
Die Aussicht aus Mrs. Coulter's Zeppelin beispielswese ist atemberaubend.

Natürlich gibt es auch einige Schwächen, auch unabhängig davon ob man das Buch gelesen hat oder nicht. Da sagt z.B. in einer Szene der Eisbär Iorek Byrnison voller Inbrunst "Ich bin ein Panzerbär!". Na ja, da muß man schon ein bischen schmunzeln, aber Philip Pullman hat es wohl so vorgegeben (?).
Der Anfang hätte meines Erachtens eine längere und feinere Einleitung verdient und das Ende ist wirklich etwas unbefriedigend, da man mit dem Gefühl zurückgelassen wird, der Film sei einfach in der Mitte gecutted worden. Vermutlich ist dies auch so. 15-20 Minuten ängere Spieldauer hätten dem Film mehr als sehr gut getan und ich bin sicher es hätte weit weniger schlechte bis mittelmäßige Kritiken geregnet.

Aber ich erinnere mich auch, wie unzufrieden ich war, als ich damals nach dem 1. Teil der Herr der Ringe Trilogie aus dem Kino kam. Und so it es eben mit Trilogien, der 1. Teil erzählt nie die ganze Geschichte, dafür darf man gespannt sein auf weitere Teile. Ich jedenfalls freue mich schon auf den 2. Teil!

Ein kleiner Tip: Liebe Leute, hört auf mit dem unnötigen Vergleichen. Wer vergleicht wird nur enttäuscht. Jede Geschichte ist für sich unabhängig von anderen auch noch so hochgelobten Machwerken zu betrachten. Der Film hat dies wirklich nicht verdient! Auch bin ich sicher, dass der ein- oder andere seine Meinung nach Veröffentlichung von Teil 2 und 3 revidieren wird. Einfach mal unvoreingenommen an diesen Film herangehen und sich mit einer schönen Fantasy-Geschichte berieseln lassen. Der goldene Kompass ist für sich gesehen eine einzigartige Geschichte.



5 von 5 Sternen Totsynchronisiert - nur im Original ein bildgewaltiger Actionkracher - im Dt. ein reiner Familienfilm!   März 9, 2008
Chilischote
12 aus 20 fanden die folgende Rezension hilfreich

Selten habe ich einen Film gesehen, der mich so gefangen gehalten hat und dessen sphärischer Eindruck mich auch jetzt noch begeistert.

Der Film startet mit einer wunderschönen Einführung in eine völlig neue Welt und führt uns zum altehrwürdigen Jordan-College in Oxford, wo man bereits in die dominierenden Akzente des Films eingeführt wird: Freier Geist gegen Autokratie oder mit den Worten zweier widerstreitender Akteure gesprochen: "Das ist Ketzerei! - Das ist die Wahrheit!"

Von beherrschender Präsenz ist die gerade einmal 13jährige Dakota Blue Richards, die sich mit ihrer Darstellung der Hauptperson Lyra der Auswahl unter 10000(!) Anwärterinnen mehr als würdig erweist. Es ist großartig, wie dieses junge Mädchen einerseits die düstere Grundstimmung des Films repräsentiert und andererseits wiederholt eine Fröhlichkeit und Hoffnung ausstrahlt, die zeigt, wieso sie das Herz dieses Films ist. Obwohl an und für sich "nur" ein Kind spielt sie mit einer Eindringlichkeit, die ihresgleichen sucht und diesen Film sowohl für Kinder als auch für Erwachsene empfiehlt.

Und in Sachen Eindringlichkeit setzt der Film Maßstäbe. Die Thematik des Films ist äußerst ernst gehalten und diesem roten Faden folgt der Film bis zur letzten Minute. Das liegt zum Einen an den Darstellern, die in ihren Rollen aufgehen und ihnen eine ungeheure Lebendigkeit und Tiefe verleihen. Eva Green und Daniel Craig zeigen selbst in ihren recht kurz gehaltenen Szenen ihr großes Talent und Nicole Kidman kann ihr Können diesmal auf der "dunklen Seite der Macht" mit einer unglaublichen Sympathie austoben. Angesichts der durchgehend exzellenten Riege von Schauspielern kann man auch den einen evidenten Mangel des Films verschmerzen, dass der Film in der zweiten Hälfte zugunsten von fast unablässiger Spannungsbögen und packender Actionszenen das Erzählerische vernachlässigt. Etwas mehr Hintergrundwissen zu neu auftauchenden Personen und der faszinierenden Storyentwicklung hätte dem Film nicht geschadet.

Zum Anderen ist die Optik durch bildgewaltige Landschaftsaufnahmen ungeheuer eindrucksvoll gelungen, die einen auch Dank förmlich entfesselter Kameraführung und stimmigem Soundtrack nicht mehr loslässt. Vor allem die majestätisch gleitenden Hexen und die animierten Tiere sind sehr natürlich gelungen und verkörpern faszinierende Charaktere. Dem Film gelingt damit das Kunststück, eine derart fesselnde Atmosphäre zu erzeugen, dass man sich von der ersten bis zur letzten Minute völlig in ihrem Bann befindet. Und das zeichnet meines Erachtens einen echten Fantasy-Film aus.

Das Vorstehende gilt aber leider nur für die englische Originalversion. In der dt. Synchronisierung hat man der tragenden Hauptdarstellerin eine Kleinmädchenstimme abgehängt, so dass bei jeder spannenden Szene eine naive Kinderstimme dazwischekracht und der Film allein durch diese eine misslungene Stimme zum Familienfilm ohne große Spannung und Atmosphäre degradiert wird, während im O-Ton das kleine Ausnahmetalent nicht nur schauspielrisch sondern auch stimmlich eine exzellente Leistung abgibt. Ähnliches habe ich bisher nicht erlebt, dass auf der einen Seite der reinste Kinderfilm steht - und auf der anderen ein düster-packender Filmgigant!

Fazit: Ganz großes Kino! Unbedingt im O-Ton anschauen!

Eine Bitte noch: Seht den Film als eigenständiges Werk an! Ein 1:1-Vergleich mit Herr der Ringe würde völlig fehlgehen, da die Heldin vorliegend ein junges Mädchen in einer liebevoll gestalteten Fantasywelt ist, die alles nur kein Mittelerde mit seinen Schlachtfeldern nebst stählernen Helden darstellt. Danke! :)



5 von 5 Sternen Gold für den Kompass!   Juli 31, 2008
M. Stiegler
8 aus 13 fanden die folgende Rezension hilfreich

Auch mich verwundern die unpassenden Vergleiche zu Filmen wie Harry Potter oder Der Herr der Ringe. Ich finde den Goldenen Kompass einfach toll. Von der brillant spielenden Nicole Kidman über die liebevoll animierten Dämonen bis zu atemberaubenden Landschaften hat der Film alles, was das Fantasy-Herz begehrt. Auch ich hätte mir eine detailliertere Einleitung gewünscht und auch 20 Minuten mehr Laufzeit hätte die Handlung wohl etwas entspannt, jedoch schmälern diese Einschränkungen das Filmvergnügen kaum. Man sollte den Goldenen Kompass einfach anschauen und genießen und nicht ständig krampfhaft Vergleiche anstellen.

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