Unterhaltsames Zockerdrama mit herausragenden DarstellernJuli 15, 2008 Mirko Schmit(Rauenberg, BW) 11 aus 14 fanden die folgende Rezension hilfreich
Jeder der mal ein Casino besucht hat, weiß wie nervenaufreibend das Zocken um Geld sein kann. Dabei einen kühlen Kopf zu bewahren und logisch und ruhig zu spielen ist bei dem hecktischen Umfeld nicht einfach.
Umso erstaunlicher ist die sich tatsächlich zugetragene Story um eine Gruppe von Studenten, die zusammen mit ihrem Professor anfang der 90er Jahre die Casinos in Las Vegas regelrecht ausbeuteten.
Durch das System des Kartenzählens gewannen sie, durch simple Mathematik und Wahrscheinlichkeitsrechnung, Millionen.
Die Story klingt faszinierend und wird von Regisseur Robert Luketic ebenso faszinierend und unterhaltsam umgesetzt.
Der Film wirkt in jeder Minute frisch, unterhaltsam und spannend. Die Zockerszenen sind dank des schnellen Schnitts und der unglaublich guten musikalischen Untermalung regelrecht mitreißend.
Viel zum Erfolg des Film tragen allerdings auch die gut aufgelegten Darsteller bei. Ein Film, der weniger auf Special Effects und Computeranimationen setzt, braucht charakterstarke und aussagekräftige Schauspieler.
Eben diese findet man in "21" in nahezu jeder Besetzung wieder.
Angefangen beim routiniert cool aufspielenden Kevin Spacey, der die Rolle des korrupten Uni-Proffessors mehr als nur glaubwürdig spielt, bis hin zu Newcomer Jim Sturgess, der mit seinem Charakter eine Veränderung vom Uni-Looser zum gefeierten Gewinner an Las Vegas Blackjack Tischen durchlebt.
In jeder dieser Situationen scheint Jim Sturgess seinen Charakter im Griff zu haben, und spielt selbst neben Urgesteinen wie Kevin Spacey oder Laurence Fishburne gelassen und gut.
"21" unterhält den Zuschauer bis zum, etwas an Fahrt verlierenden, Ende. Dank der tollen Besetzung und der guten filmischen Umsetzung, ist ein "21" ein sehr zu empfehlender Film.
Ironie der ganzen Story, das erbeutete Geld der wahren Zocker aus den 90er Jahren, nahmen die ausgebeuteten Casinos fast komplett wieder ein, da sie sich die Filmrechte an dem dazugehörigen Buch sicherten.
In Boston hatten wir ein Geheimnis...August 27, 2008 Thomas Knackstedt(Delligsen) 4 aus 6 fanden die folgende Rezension hilfreich
...in Vegas hatten wir ein Leben. Dieser Satz aus 21 trifft den Kern der Sache genau. Aber die Geschichte der Studentengruppe um den Lehrer Mickey Rosa(Kevin Spacey) rankt sich nicht nur um Geheimnisse. Ben Campell(Jim Sturgess) ist ein Mathegenie und will sein Medizinstudium in Harvard machen. Einziges Problem dabei ist, dass dieses Studium über 300.000 Dollar kostet, die Ben nicht hat. Eines Tages wird er von dem Lehrer Mickey Rosa angesprochen. Der hat Bens analytisches Denkvermögen und seine Fähigkeit, sich Zahlen zu merken, erkannt. Was Ben nicht weiß, Mickey Rosa arbeitet mit mehreren Studenten an einem System, um beim Black Jack, durch Kartenzählen und systeminterne Absprachen, ein Vermögen zu machen. Ben soll in die Truppe einsteigen, weigert sich aber. Erst als die attraktive Jil Taylor(Kate Bosworth) Ben bittet, willigt er ein. Die Gruppe übt, trainiert am Kartentisch und versucht dann ihr Glück in Vegas. Wobei: Mit Glück hat ihr gekonntes Auftreten dort nichts mehr zu tun. Mehrere Black Jack Tische werden geknackt und die Dollarbündel in Bens Zimmer stapeln sich. Ben wird in Vegas zu einer schillernden Persönlichkeit. Auf der Uni in Boston bricht er die Kontakte zu seinen alten Freunden ab. Alles sieht gut aus, bis es Streit in der Gruppe um Rosa gibt. Als Ben sich dann noch mit Mickey überwirft, steht er plöztlich vor dem Nichts. Als er versucht, allein das große Geld zu machen, wird er vom Sicherheitschef Cole Williams(Laurence Fishburn) geschnappt. Jetzt scheint alles vorbei zu sein, wäre da nicht...
Mehr wird nicht verraten, denn das Ende von 21 ist überaus sehenswert. Die Story des Films wird schnell und schnörkellos erzählt. Das Storybook ist spannend, unterhaltsam und durchweg gelungen. Der Soundtrack zum Film passt makellos. Highlight des Zockerdramas sind allerdings die Schauspielkünste von Sturgess, Spacey und Fishburn. Wie diese drei Asse stechen, das ist ein Genuß für jeden Kinofan. Bei 21 ist Kurzweil das Programm. Ein Garant für unterhaltsame 118 Minuten.
Einer der besten Filme 2008!Dezember 8, 2008 M. Scheich 1 aus 1 fanden die folgende Rezension hilfreich
Von "21" habe ich vorher noch nicht mal einen Trailer gesehen. Umso mehr war ich von ihm überrascht... oder besser gesagt BEGEISTERT!
Der Film hat eine absolut geniale Story und sehr gute Darsteller. 2 Elemente, die für mich einen guten Film ausmachen! Jim Sturgess & Kate Bosworth kannte ich bisher noch nicht, machten ihre Arbeit als junge Darsteller aber wirklich brilliant (genauso wie ihre beiden asiatischen Kollegen! :o) Viele Filme mit Kevin Spacey habe ich noch nicht gesehen aber er spielt seine Rolle genauso wie Laurence Fishburne (bekannt aus den Matrix- Filmen) wirklich authentisch!
Bild und Sound der Blu-Ray sind genau wie der Film GANZ GROSSES KINO und deshalb gehört "21" ab jetzt definitiv zu den besten Filmen die ich kenne! (und das sind nicht wenige ;o)
Ocean's Eleven trifft auf Good Will HuntingOktober 5, 2008 River Petain(Berlin) 0 aus 1 fanden die folgende Rezension hilfreich
Basierend auf dem Bestseller "Bringing down The House" von Ben Mezrich kommt mit "21" reinrassiges, gutes Popcornkino auf die Leinwand. Regisseur Robert Luketic, der mit Filmen wie Das Schwiegermonster und Natürlich blond bisher eher auf das Komödienfach abonniert war, zeigt, dass er auch anders kann.
Selbst wenn die Story gegen Ende etwas Biss verliert, schafft es der Film doch sehr gut zu unterhalten. Der spätestens seit Oceans Eleven reaktivierte und beliebte Las-Vegas-Charme nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise in die glitzernde Casinowelt. Und wer fiebert schon nicht gerne mit, wenn ein paar arme Studenten protzige Casinobesitzer um ihre Kohle prellen?
Trotz guter Besetzung und spannender Story verliert die Geschichte gegen Ende hin leider ein wenig die Fahrt, was den Popcorn-Spaß aber nicht sonderlich trübt. Wer knappe zwei Stunden gute und packende Unterhaltung möchte, ist mit "21" genau richtig beraten.
Kurzweiliges Zockerdrama, das trotz Längen aufgrund des spielfreudigen Ensembles, angeführt von Kevin Spacey, überzeugtJuli 24, 2008 J. Schlachter(Köln) 7 aus 13 fanden die folgende Rezension hilfreich
Überflieger und Mathematikgenie Jim paukt noch am renommierten M.I.T. in Cambridge und möchte nach seinem Abschluss in Harvard Medizin studieren. Allerdings ist zuvor ein großes Problem zu lösen: die Finanzierung des Studiums. Als seine Bemühungen um das begehrte Stipendium aussichtslos zu bleiben drohen, nimmt er trotz anfänglichen Widerstrebens das Angebot des Mathematik-Professors Mickey Rosa an, dessen Blackjack-Team beizutreten. Nachdem Rosa seine fünf hochbegabten Studenten in der Kunst des Kartenzählens ausgebildet hat, werden die Wochenenden dazu genutzt, in Las Vegas abzukassieren. Die akribisch trainierte Methode zeigt in der Praxis sofort Erfolg und verändert die nun ungeahntem Geldsegen ausgesetzten jugendlichen Zocker drastisch. Als ihnen die Casino-Aufsicht unter Leitung des alten Hasen Cole Williams auf die Schliche kommt, lernt vor allem Jim plötzlich die Kehrseite des Spielerparadieses kennen.
21 steht für die höchste Punktzahl mit der man beim Blackjack (oder in unseren Breiten "17 und 4") gegen die Bank gewinnen kann und ist das weltweit populärste Kartenspiel. Ehrgeiziges Ziel jeden professionellen Spielers ist seit je her, durch Zählen der bereits ausgeteilten gegen die Bank zu gewinnen. Mit welchem System ein einzelner Casinotisch "ausgezählt" werden kann, schildert der Streifen anschaulich und überaus faszinierend. Abgesehen davon, dass das Zählen der 312 Karten im Schlitten (6 Pakete französischer Spielkarten à 52 Blatt) nur Hochintelligenten oder Rainman möglich sein dürfte, ist Kartenzählen streng verboten. Wer dabei von der Security des jeweiligen Casinos erwischt wird, dem wird eindringlich klar gemacht, sich möglichst kein zweites Mal fassen zu lassen - wenn ihm nicht sogar komplettes Las Vegas Verbot erteilt wird. In "21" wird der erbarmungslose Big Brother an den Überwachungsbildschirmen von Laurence Fishburne (MATRIX, EVENT HORIZON) verkörpert, der allein durch seine Statur finstere Autorität ausstrahlt und erneut eindrucksvolle Leinwandpräsenz beweist. So bildet er das schauspielerische Gegengewicht zu Kevin Spacey (DIE ÜBLICHEN VERDÄCHTIGEN, SUPERMAN RETURNS), der zwar lediglich seine bereits oft gesehene Routine des sinistren, ungemein charmanten Verführers abspult, damit allerdings den größten Unterhaltungswert beiträgt. Denn die zweifellos engagiert agierenden Jungdarsteller - allen voran Jim Sturgess (ACROSS THE UNIVERSE) und Kate Bosworth (BEYOND THE SEA, BLUE CRUSH) - müssen ein ums andere Mal gegen ihre allzu sehr am Reißbrett konzipierten Charaktere anspielen.
Robert Luketic, der mit seinem größten Hit NATÜRLICH BLOND harmlose, familientaugliche Unterhaltung abgeliefert hat, ist zwar was die technische Seite des Films angeht, insbesondere die einfallsreiche Kameraführung, ein solider Handwerker. Dennoch stellt man sich nach Ansicht des Filmes unwillkürlich die Frage, was ein erfahrenerer und vielleicht auch mutigerer Regisseur aus der Buchvorlage gemacht hätte. Der Roman "Bringing down the house" von Ben Mezrich schildert übrigens die wahren Begebenheiten um das sogenannte MIT Blackjack Team, das von 1979 bis heute durch Kartenzählen beachtliche Summen erspielt hat.
So richtet sich "21" an alle Freunde vergleichbarer Zocker- und Gaunerstreifen wie OCEAN'S ELEVEN, CINCINNATI KID oder DER CLOU - ohne freilich deren Klasse zu erreichen.