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The Dark Knight (Einzel-DVD)

The Dark Knight (Einzel-DVD)

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Regie: Christopher Nolan
Schauspieler: Christian Bale, Heath Ledger, Sir Michael Caine
Studio: Warner Home Video - DVD

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Neu (42) Gebraucht (28) ab EUR 7,87

Bewertung: 4.0 von 5 Sternen 207 Rezensionen

Format: Anamorph, Dolby, Pal
Sprachen: Deutsch (Untertitel Für Hörgeschädigte), Englisch (Untertitel Für Hörgeschädigte), Deutsch (Subtitled), Niederländisch (Subtitled), Spanisch (Subtitled), Portugiesisch (Subtitled), Dänisch (Subtitled), Norwegisch (Subtitled), Schwedisch (Subtitled), Deutsch (Original Language), Englisch (Original Language), Spanisch (Original Language)
Bewertung: Freigegeben ab 16 Jahren
Region: 2
Seitenverhältnis: 2.40:1
Laufzeit: 146 Minuten
Versandgewicht: 0.2
Maße (innen): 7.1 x 5.4 x 0.6

EAN: 7321925016482
ASIN: B001G73S2S

Freigabe-Datum: 2008
Veröffentlichung: Dezember 17, 2008  (Neu: Letztes 30 Tage)
Verfügbarkeit: Versandfertig in 1 - 2 Werktagen
Zustand: TOP FILM

Auktionsempfehlungen


Kundenrezensionen:   Gelesen 202 mehr Rezensionen...

5 von 5 Sternen Übertriebener Hype oder Meisterwerk ?   Dezember 16, 2008
Exciter30
132 aus 185 fanden die folgende Rezension hilfreich

Die Meinung der Zuschauer geht ja in dieser Hinsicht eindeutig in die Richtung Meisterwerk, aber nicht jeder Film der viele Zuschauer hat muss zwangsweise gut sein. Da gab es in der Vergangenheit so einige cineastische Gewaltverbrechen die wohl nur aufgrund einer ausgeklügelten Werbekampagne hohe Einspielergebnisse verzeichnen konnten.

Joel Schumacher hätte es in den 90er Jahren fast geschafft die Batman Reihe endgültig zu begraben wenn da nicht Christopher Nolan gewesen wäre. Dieser brachte uns 2005 genau den Batman den ich mir als Fan vorstelle. Düster, geheimnisvoll sind für mich Attribute die den dunklen Ritter ausmachen und nicht schrill oder bunt wie bei Schumachers Effektorgie in greller und überzogener Optik. Ich will Schumachers Filme nicht komplett niedermachen, den der Unterhaltungswert ist trotz allem sehr hoch, nur leider ist das eben nicht der Batman den ich mir vorstelle.

Nachdem damals der Abspann von Batman Begins" über die Leinwand flimmerte schauten meine Frau und ich uns an und jeder war begeistert von dieser Wiedergeburt des schwarzen Rächers. Es war genauso wie zumindest meine Idealvorstellung von Batman war. Keine bunte Comicatmosphäre, stattdessen ein zweifelnder und von Rachegelüsten zerfressener Held. Dieser Batman hatte nicht mehr soviel gemein mit Burtons Batman und war meilenweit entfernt von Schumachers Umsetzung.
Nolan liefert uns im Grunde genommen gar keine Comicverfilmung sondern einen realistischen Actionthriller.

Drei Jahre später kam für mich die absolut konsequente Fortsetzung The Dark Knight" in die Kinos und durch Ledgers tragischen Tod bekam der Film im Vorfeld jede Menge Publicity. Es ist rein hypothetisch jetzt darüber zu diskutieren ob der Film denselben Erfolg gehabt hätte wenn Heath Ledger noch am Leben wäre. Ich selbst bin aber zu hundert Prozent davon überzeugt das der Film auch nicht viel mehr eingespielt hätte als sein Vorgänger.

Für mich ist das leider sehr traurig wenn ich nur mal das Einspielergebnis von Batman Begins" zu Spider Man" vergleich, dann hat der Spinnenmann weit über das doppelte in die Kassen gespült. Qualitativ hat meines Erachtens auch hier der dunkle Ritter ganz klar die Nase vorn.
Jetzt schaffte es The Dark Knight" als vierter Film überhaupt die magische Grenze von einer Milliarde Einspielergebnis zu streifen und wurde so zur erfolgreichsten Comicverfilmung überhaupt. Meiner Meinung trägt der Film den Titel auch völlig zurecht, nur leider bleibt da eben immer dieser fade Beigeschmack das ohne Ledgers Tot dies auch nur eine weiter Comicverfilmung wäre. Schon der Vorgänger hatte sich dieses Prädikat verdient, doch der hatte leider nicht diese zweifelhafte Publicity.

Bruce Wayne in Person von Batman und Polizeichef Gordon sind dabei Gotham City von den Verbrechern zu säubern als ein neuer Bösewicht die Bühne betritt, der Joker. Dieser bietet den Gangsterbossen von Gotham an Batman aus dem Weg zu räumen. Das Angebot wird bald widerwillig akzeptiert und der Joker beginn nach und nach Menschen zu töten bis sich Batman endlich zu erkennen gibt. Die beiden Hauptdarsteller liefern sich nun ein Duell auf Augenhöhe und mehr will ich zu Handlung gar nicht schreiben da dies auf genug Seiten nachzulesen ist.

Für mich ist The Dark Knight" einfach nur die konsequente Fortsetzung des Vorgängers und nicht mehr und auch nicht weniger. Ob es ein Meisterwerk ist vermag ich nicht zu beurteilen. Für mich ist es jedenfalls zusammen mit Batman Begins" das Beste was es bis jetzt an Comicverfilmungen gegeben hat. Die Darstellung des Jokers durch Heath Ledger wurde hier schon zu genüge gelobt und ich kann dem im Grunde genommen nur zustimmen, den sein Spiel ist genial. Ledger spielt nicht den Joker, sondern er ist es. Es bleibt natürlich auch hier die Frage ob seine Darstellung auch so gelobt würde wenn er nicht so ein tragisches Ende genommen hätte. Den hier oft angebrachten Vergleich mit Jack Nicholsons Darstellung finde ich unangebracht da es sich um zwei grundverschiedene Filme handelt.
Leider wird in diesem Zusammenhang oft Christian Bales Darstellung des Batmans unter den Scheffel gestellt und als blass dargestellt. Damit tut man ihm meiner Meinung nach unrecht. Bale verkörpert Batman auch dieses mal genauso wie man sich das vorstellt, als dunklen und geheimnisvollen Rächer.
Die Besetzung von Maggie Gyllenhaal als Rachel Dawes finde ich jetzt weniger schlimm wie so manch anderer hier. Wie beim Vorgänger sind auch hier mit Gary Oldman, Sir Michael Caine und Morgan Freeman drei ganz große Schauspieler dabei. Dazu kommt dieses mal noch Aaron Eckhart als Harvey Dent. In der Rolle des Bankdirektors zu Beginn des Films ist William Fichtner zu sehen und mir kam das irgendwie bekannt vor. Mittlerweile weiß ich auch das es sich dabei um eine gelungene Anspielung auf den großartigen Actionthriller Heat" handelt. Auch dort war Fichtner in ähnlicher Rolle zu sehen.

Für mich ist The Dark Knight" zusammen mit dem Vorgänger das Beste was es bis heute an Comicumsetzungen gab. Platz vier unter den erfolgreichsten Filmen aller Zeiten geht da absolut in Ordnung, nur das diese Liste kaum etwas über die Qualität aussagt, den sonst wäre kaum ein Schmachtfetzen wie Titanic" an der Spitze. Es bleibt halt immer der fade Beigeschmack das ohne Heath Ledgers Tod der Film nicht annähernd diesen Erfolg gehabt hätte.

Ich kam nun eine knappe Woche vor dem offiziellen Verkaufsstart in den Genuss der Einzel DVD. Es gibt auch nicht groß was zu sagen, den Bild und Ton sind klasse und Bonusmaterial gibt es keines. Meine Befürchtung das der Film seine volle Wucht nur auf der Leinwand entfaltet hat sich zum Glück nicht bestätigt. Sicher ist es ein Unterschied ob ich den Film im Kino oder nun im Fernsehen ansehe aber ich habe mich nun auch beim zweiten mal Sehen bestens unterhalten. Von mir gibt's ganz klar die volle Punktzahl für eine Comicverfilmung die eigentlich gar keine ist.

Nolans dunkler Ritter ist ganz großes Kino mit allem was dazu gehört und man darf gespannt sein auf einen dritten Batman unter seiner Regie. Vor allem, da er die Messlatte jetzt selbst so hoch gelegt hat. Für mich war schon als kleiner Junge Batman die mit Abstand interessanteste Figur im ganzen Comicuniversum. Ledgers Tod hat nun endlich viele dazu gebracht die Figur des Batmans für sich zu entdecken, was aber wohl auch die einzige positive Tatsache an dieser Tragödie ist. Schade natürlich das erst sowas passieren musste bis viele kapiert haben das die viel zu glatten und kindgerechten Verfilmungen eines Spider-Man" nicht der Gipfel der Comicverfilmungen sind.

Fazit: Großartiges Popcornkino mit Tiefgang, tollen Darstellern, grandioser Ausstattung, tollem Soundtrack, exzellenten Actionszenen, usw.



5 von 5 Sternen Thank you for giving us this show, Mr. Heath Ledger!   Oktober 3, 2008
Esau_1973
134 aus 203 fanden die folgende Rezension hilfreich

Der neue Bezirkstaatsanwalt Harvey Dent (Aaron Eckhart), Lieutenant James Gordon (Gary Oldman) und der im Fledermauskostüm agierende Milliardär Bruce Wayne (Christian Bale) versuchen dem Verbrechen in Gotham City endgültig Einhalt zu gebieten und die Mafia der Stadt zu zerschlagen. Wie aus dem Nichts taucht plötzlich aber ein neuer psychotischer Superverbrecher auf - der Joker (Heath Ledger). In seiner wahnhaften Vision möchte er die Stadt in Chaos und Anarchie stürzen und Batman töten. Dieser scheint der Einzige, der ihn stoppen kann. Aber jemanden zu stoppen der keine Grenzen kennt erweißt sich als ungemein schwierig und so entwickelt sich ein unvergesslicher Showdown zwischen Batman und Joker am Rande aller Grenzen...

Kult ensteht durch Tragik und nun ist er zurück der dunkelste aller tragischen Helden: Batman. Vor drei Jahren erschien der erste Part der Neuerzählung dieser Comiclegende. Dieser "neue" Batman war weit weg von dem Comic-Style der achtziger und neunziger Jahre, als ein Danny DeVito noch Pinguine rekrutierte und diese mit albernen Raketen Gotham City terrorisierten. Dieser Batman wirkte realistischer und düsterer, verfolgt von eigenen Dämonen.
Nun ist der zweite Teil der Saga gestartet und dieser führt direkt in die psychischen Abgründe und bastelt gewaltig an der Endtragig des schwarzen Ritters. Leider wird es phasenweise in "The Dark Knight" so düster, dass Regisseur Nolan einen wichtigen Aspekt vergessen hat: Es ist immer noch eine Comicadaption und zu dieser gehört auch eine Portion Witz und Ironie, wie es beispielsweise in "Iron Man" wunderbar umgesetzt wurde. Nur leider scheint es in "The Dark Knight" zu oft vergessen worden zu sein bei aller Ernsthaftigkeit habe ich das doch wirklich vermisst. Wenn Witz und Charme auftauchten, dann verkörperte sie nur eine Person: der Joker.

Die Huldigungen um Heath Ledgers letzte Filmrolle als Joker. Die Forderungen ihm posthum den Oskar zu verleihen - all dies könnte man auch als gut-kalkulierte Werbekampagne sehen. Damit der neue Batman einen nie dagewesenen Kinostart hinlegt/ hingelegt hat. Zusätzlich von den Medien hochgepuscht. So habe ich mich selber im Kino davon überzeugen lassen, ob dieser Heath Ledger den Joker wirklich so genial spielt, wie in den Medien kolportiert. Nach dem Kinobesuch muss ich wirklich sagen: Ja - Verdammt Ja! Bei allen Bösewichtern die in den letzten Jahren über die Leinwand geflimmert sind, ist der Joker wohl das Nonplusultra schlechthin. Es war ein Genuss diese schauspielerischen Glanzleistung sehen zu dürfen. Selten ist ein Bösewicht so abgrundtief psychopathisch dahergekommen. Selten habe ich jemanden gesehen der so überzeugend offenbarte, dass es für ihn keinerlei Grenzen gibt und der Wahnsinn mit ihm Hand in Hand geht. Kurzum: Heath Ledger hat sich mit der Rolle als Joker wirklich unsterblich gemacht.
Christian Bale als Schwarzer Sheriff von Gotham City kommt dagegen ziemlich blass daher, kein Sarkasmus, kein Witz - von der Neuadaption des Stoffes ist nicht viel für Batman übrig geblieben. So wirkte der Film phasenweise echt langweilig, wenn Batman gerade mal wieder seine asiatischen Kampfkünste zeigte. Aber welch ein Genuss es dann doch wieder war, wenn der Joker sich in Szene setzte. Im Ringen um die Seele des Films entscheidet er eindeutig das schauspielerische Duell für sich und lässt Batman fast schon albern und ziemlich hölzern im dunkeln stehen.
Die restliche Schauspieler-Riege gefällt mir allesamt sehr gut. Aaron Eckhart als Staatsanwalt Dent und "Weißer Ritter" der Stadt spielt gut. Am Ende finde ich ihn allerdings eher unglaubwürdig. Was aber vielleicht auch daran liegen mag, dass der Wahnsinn" von einer anderen Person in Perfektion gespielt wird. Maggie Gyllenhaal als Rachel Dawes, Batmans "beste Freundin" übernimmt 1 zu 1 den Part von Vorgängerin Katie Holmes - kurzum: "süß lächeln und winken" und sich vom dunklen Ritter ab und zu retten lassen. Sir Michael Caine als Alfred und Morgan Freeman als Lucius Fox, spielen solide und zeigen ab und an den vermissten Wortwitz. Gary Oldman als einziger "ehrlicher" Polizist im korrupten Polizeiapparat von Gotham, gefällt mir wie im ersten Teil sehr gut. Er verkörpert perfekt die Mischung als Sesselpupser" und knallhartem Ermittler. Insgesamt muss man sagen tragen diese charismatischen Nebendarsteller viel zu Erfolg des Films bei, so dass man eigentlich gut verzeihen kann, dass Batman halt ein wenig bieder daher kommt.

Die visuellen Effekte sind qualitativ hochwertig und schön anzusehen. Die Handlung hat eine klare Linie und bietet auf ihrem Höhepunkt ordentlich Spannung und Action. Eindrucksvolle Bilder, eine gute Kameraführung und ein gelungener Schnitt, sowie eine tolle Filmmusik von Hans Zimmer sorgen zusätzlich für einen hochwertigen Filmgenuss.

Fazit:
"The Dark Knight" ist ein Film der sich das Prädikat Meisterwerk verdient hat und wohl nur noch schwer zu toppen sein wird, dem Joker sei Dank. Es drohte ein ungleiches Schauspieler-Duell zwischen Bale und Ledger und dies ist es auch geworden. Heath Ledger als Joker über Recht und Unrecht erhaben, ist fast durchgängig im Vorteil in seinem Fundus von Ambievalenzen. Selten war das Böse so greifbar nahe auf der Leinwand. Insgesamt hat Regisseur Christopher Nolan ein düsteres Werk geschaffen, was einem schonungslos aufzeigt, wie weit man gehen kann - wenn man seine Grenzen nicht kennt und alle Regeln missachtet. Christian Bale als Batman wird von dieser (schauspielerischen) Übermacht förmlich erdrückt und kommt ziemlich blass daher. So bleibt es nicht aus, dass es in den 152min Laufzeit manchmal ein wenig Langeweile Einzug hält. Die Handlung an sich ist düster und brutal, vom kunterbunten Comic-Style ist ist nichts mehr geblieben, außer ein düsteres Actionfeuerwerk, dass zu Recht erst ab 16 Jahren freigegeben ist.



5 von 5 Sternen Eine neue Referenz unter den Comicverfilmungen   Oktober 26, 2008
skywalker_1974 (Deutschland)
54 aus 90 fanden die folgende Rezension hilfreich

Christopher Nolan konnte bereits mit Batman Begins die Peinlichkeiten von Joel Schumacher vergessen machen. Und mit "The Dark Knight" setzt Nolan noch eines drauf, denn der Film ist Klasse geschrieben und atemberaubend inszeniert, Kino für Erwachsene. Nie fühlt sich The Dark Knight wie eine Comicverfilmung an, sondern immer wie ein Gangsterfilm. Hätte man das Drehbuch umgeschrieben, wäre es ein Actionthriller wie z.B. "Heat" geworden. 152 Minuten Laufzeit, die wie im Flug vergehen und bei der Story auch angebracht sind. Einzig das Handlungsstrang in Hong Kong hätte man ein wenig kürzer gestalten können. Soll heißen, der Trip nach Asien wäre nicht nötig gewesen.
Wie schon zu erwarten, ist The Dark Knight quasi "Joker - Der Film". Batman kommt zwar nicht zu kurz, aber der Joker wird der Fledermaus immer die Schau stehlen. Ich fand es etwas schade, daß sich der Joker nun tatsächlich das Gesicht bemalt (einst war von einer Hautkrankheit die Rede, war ich besser gefunden hätte), aber es funktioniert, es paßt zu dieser Interpretation der Figur. Jack Nicholsons Joker war irre, Heath Ledgers Joker ist ein Psychopath. Kam Nicholson witzig, manchmal fast schon sympathisch rüber, ist Ledger ein unberechenbarer Wahnsinniger. So nah kam der Film/Serienjoker der klassischen Comicversion noch nie. Respekt, wie Ledger dem Killerclown Leben eingehaucht hat. Ein Gedicht, wie dieser Joker manipuliert, mordet und seine makaberen Spielchen inszeniert. Auch gut: Die Anonymität der Jokers. Er hat keine Vergangenheit, keinen Namen, keine Hntergrundgeschichte, er ist einfach da.
Das Harvey Dent mit dem Tod von Rachel etwas traumatisches widerfahren, kann man nicht leugnen. Allerdings geht es mit seiner Wandlung zu Two-Face ein wenig schnell. Das Design seiner verletzten Gesichtshälfte ist nahezu perfekt umgesetzt, genau genommen aber etwas viel für den von Chris Nolan etablierten realistischen Touch. Schade auch, daß Scarecrow am Anfang nur einen Kurzauftritt hat, in dem er aber schlicht verbraten wird. Außerdem waren die technischen Spielereien gegen Ende etwas zu viel für meinen Geschmack.
Schauspieler: Christian Bale, Morgan Freeman und Michael Caine sind wie immer gut. Heath Ledger legte einen brillianten Auftritt hin, Aaron Eckhart spielt gewohnt solide und Maggie Gyllenhaal ist ein absoluter Gewinn. Sie ist einfach ein paar Klassen besser als Kathie Holmes und verkörpert die Anwaltsrolle einfach glaubhafter.

Einer der Referenzfilme, was Comicverfilmungen angeht. Der beste Beweis, daß man aus einem Comic mehr als harmlosen Klamauk wie z.B. "Fantastic Four" machen kann, der im Vergleich zu "The Dark Knight" nur noch als Dünger für den nächsten Rübenacker taugt.



5 von 5 Sternen Nicht nur bester Film 2008!   Oktober 19, 2008
Sebastian Schlicht (Neuwied)
35 aus 59 fanden die folgende Rezension hilfreich

Ich war nie Batman fan! Bis ich "Batman Begins" sah... Es war unglaublich, wie viel Tragik hinter der Figur Bruce Wayne stecken kann. Das, was Nolan aus Batman gemacht hat ist einfach genial!
Und jetzt bekommen wir endlich "The Dark Knight" zu sehen... Und oh mein Gott!
Im Vergleich zum Vorgänger kein Vergleich! Batman muss neu definiert werden! Ich saß die 2 1/2 Stunden im Kino und war von der ersten Minute an gefesselt! Beim Ansehen der ersten Hälfte hab ich zwar gedacht "OK der Film ist bis jetzt echt gut, aber eigentlich nichts besonderes." Aber dann wurde der Film immer komplexer. Spätestens nachdem der Joker aus dem Gefängnis ausbricht war mir klar, dass das nur der Anfang war.
Die Bedrohlichkeit, die sowohl vom Joker, als auch vom gesamten Film ausgeht, ist einfach genial. Noch nie hat es ein Film geschafft mich in Unruhe zu versetzen.
Nicht zuletzt der Schauspieler hat man diese Atmosphäre zu verdanken: Bale überzeugt wieder als bester Batman überhaupt, Ledger spielt seine beste und genialste Rolle und auch Eckart stellt Two Face nicht als Bösewicht, sondern als gebrochenen und verletzten Mann dar und das mit so viel Gefühl, wie ich es nie erwartet hätte...
Und natürlich kommt die Action nicht zu knapp (allein der Truck, der sich überschlägt) und dennoch bleibt die Story nicht im Hintergrund.
Beim Sehen vergisst man total, dass es sich bei dem Film um eine Comicverfilmung handelt... "The Dark Knight" bietet um Längen mehr Spannung und Action, als manch ein Thriller und bleibt trotzdem dem Batmanstil gerecht.
Dieser Film ist nicht nur der Beste in diesem Jahr, sondern auch seit Langem und gehört jetzt schon zu meinen Lieblingsfilmen!
Ich versteh einfach nicht, warum es hier Leute gibt, die den Film sogar mit einem (!) Stern bewerten? Entweder habt ihr während des Films gepennt oder ihr habt einfach keine Ahnung!
"The Dark Knight" ist jetzt schon ein Meisterwerk und ich persönlich freu mich jetzt umsomehr auf den Dritten Film!!!



5 von 5 Sternen Düsteres Meisterwerk mit tiefgründiger Story, sehenswerter Action und superber Darstellerriege   September 25, 2008
J. Schlachter (Köln)
52 aus 91 fanden die folgende Rezension hilfreich

Die berechtigte Frage, ob der im Vergleich zu seinen Vorgängern gewaltige Hype und unglaubliche Kassenerfolg (nebst Brechens diverser Rekorde wie das Knacken der 300 Mio. Dollar Einspielmarke in nur 10 Tagen) allein auf das Vermächtnis des tragisch verstorbenen Heath Ledger zurückzuführen ist, kann nach zweieinhalb Stunden eindeutig mit NEIN beantwortet werden. Ungeachtet der Präsenz des in seiner letzten und tatsächlich beeindruckendsten Rolle als Batmans ewiger Widersacher Joker faszinierenden Australiers, entfaltet das Regiegenie Christopher Nolan - nach PRESTIGE erneut mit Bruder Jonathan für das Drehbuch verantwortlich - ein erzählerisch, visuell und soundtechnisch perfektes Spektakel.

Konnte man nach BATMAN BEGINS den Eindruck gewinnen, düsterer und schwermütiger geht es gar nicht mehr, so belehrt THE DARK KNIGHT den Zuschauer mühelos eines Besseren. Nach wie vor wird Bruce Wayne von Selbstzweifeln an der Richtigkeit seines Tuns zerfressen, verstärkt zudem durch die Tatsache, dass die Öffentlichkeit ihn dank schmutziger Presse zunehmend als Vigilant denn als Retter wahrnimmt. Verdammt dazu, nach der Zerstörung Wayne Manors im Penthouse inmitten des Großstadtmolochs Gotham den hedonistischen Playboy zu geben, hält im Grunde genommen nur sein treuer Butler Alfred (wie immer ein Genuss: Michael Caine) und quasi Stimme des Gewissens ihn davon ab, das Cape verbittert an den Nagel zu hängen. Umso willkommener nutzt Wayne die Gelegenheit, den aufstrebenden Harvey Dent, den er als neuen Mann an der Seite seiner Ex-Flamme Rachel (bezaubernd spröde: Maggie Gyllenhaal) kennenlernt, in dessen Wahlkampf zum Staatsanwalt zu unterstützen. Unglücklicherweise erfährt sein Plan, dem Kampf gegen das organisierte Verbrechen ein heroisches Gesicht zu verschaffen, eine durch den Joker beeinflusste Umsetzung, die fernab vom beabsichtigten Bild des "Weißen Ritters" liegen soll.

Gleich mit dem ersten Auftritt erweckt Heath Ledger einen der denkwürdigsten und problemlos die Top 5 der abgrundtief bösesten Filmschurken enternden Comic-Charaktere zum Leben. Weit entfernt von Jack Nicholsons nichtsdestotrotz grandioser, den Begriff "Overacting" mehr als strapazierender Performance in Tim Burtons BATMAN, ist der als blendend aussehender Teenieliebling zu Starruhm gelangte Ledger unter bewusst nachlässig aufgetragenem Make-up und mit ungepflegt-schlammfarbener Frisur kaum zu erkennen. Darüber hinaus entwickelt er eine Körpersprache, die gepaart mit schleppender - aufgrund der permanent echsenhaft herumschnellenden Zunge - zischelnder Sprechweise eine Bedrohlichkeit kreiert, die anschließende Gewaltausbrüche beinahe erlösend wirken lässt.

Wer mit dem Batman-Universum aus den Comics vertraut ist, für den wird das Folgende keine Überraschung sein. Alle anderen sollten diesen Absatz überspringen. Neben dem Joker gelingt Nolan erstmals, Two-Face adäquat auf die Leinwand zu bringen. Vergesst BATMAN FOREVER (sorry, Tommy Lee Jones)! Das Make-up, das den kantigen und hervorragenden Aaron Eckhart als Harvey Dent im letzten Akt halbseitig entstellt, gehört mit zur besten Maske, die man in der jüngeren Filmgeschichte mehr voller Faszination denn mit Abscheu bestaunen durfte. Allein aufgrund Eckharts intensiven Spiels wird das Schicksal des sich vom aufrechten Bezirksstaatsanwalt zum skrupellosen Rächer wandelnden Harvey Dent niemanden kalt lassen. Unbeschreiblich und genial, wie Nolan und sein Director of Photography Wally Pfister (MEMENTO, BATMAN BEGINS), mit viel Schatten spielend, die erbarmungswürdige Gestalt in Szene setzen.

Bei der Gelegenheit ein paar Worte zur Regie: abgesehen davon, dass Nolan das Versprechen eingelöst hat, im Sequel mehr Action als im Vorgänger zu präsentieren, meint man gar das Werk eines anderen Regisseurs zu sehen. Der teils anstrengende Look der Mann-gegen-Mann-Fights im Vorgänger ist einem deutlich eleganteren Inszenierungsstil gewichen. Überhaupt sind die atemberaubenden Actionsequenzen überraschend einfallsreich und mit dynamischer Wucht gefilmt. Sei es die Episode in Hong Kong, die den vergleichbaren MISSION IMPOSSIBLE Stunt von Tom Cruise in Shanghai zur harmlosen Turnübung degradiert. Oder der bereits im Trailer zu bewundernde Truck-Überschlag nebst der vorangegangenen Verfolgungsjagd. Der sich nach eigenem Bekunden eher als Schauspieler-Regisseur betrachtende Nolan hat eine gehörige und sichtbare Portion Nachhilfe genommen und sich zum genauso versierten Action-Regisseur komplettiert. Dennoch dienen die Materialschlachten nicht allein als Augenfutter fürs eventhungrige Publikum, sondern treiben die erstaunlich tiefgründige Geschichte voll unvorhersehbarer Wendungen plausibel voran. Trotz bereits in unzähligen Varianten auf Zelluloid gebannt schafft das Autorenbrüderpaar überdies das Kunststück, dem spannungsgeladenen Szenario der tickenden Zeitbombe neue Facetten abzugewinnen und besonders in der Fährensequenz für schweißnasse Handflächen und atemlose Stille zu sorgen.

Untermalt wird das Geschehen vom Score der außergewöhnlichen Kooperation Hans Zimmer und James Newton Howard. Entgegen der in Actionkrachern überwiegend zum Einsatz kommenden treibenden Rhythmen wirkt hier ein ständig präsenter Klangteppich, der das im Vorgänger etablierte Batman Thema der Situation angepasst variiert. Der Psyche des Jokers entsprechend werden seine Auftritte ein ums andere Mal von Geräuschkollagen und Disharmonien begleitet. Insgesamt liefern Zimmer und Howard mit ihrem Beitrag zu THE DARK KNIGHT eines ihrer besten Werke ab, das auch losgelöst vom Film Bestand haben wird. Ein MUSS für Freunde epischer Filmscores.

Wie nicht anders zu erwarten nach der gelungenen Veröffentlichung von BATMAN BEGINS auf Blu-ray kann mit TDK eine neue Scheibe ins Regal "Referenz" einsortiert werden. All diejenigen, die sich im Vorfeld voreilig zum angekündigten Wechsel des Bildformates zwischen IMAX (16:9) und 2.40:1 negativ geäußert haben, dürften keinen Anlass zur Kritik mehr finden. Zu überwältigend ist die Brillanz der nicht wenigen Aufnahmen für die 8 Stockwerke hohen IMAX-Kinos. Neben Prolog und den wuchtigsten Actionsequenzen wurden alle Luftaufnahmen in diesem Verfahren gefilmt, wie man in einer leider zu kurzen, aber hochinteressanten Featurette erfährt. Der Wechsel zum Kinoformat ist absolut nicht störend und auch diese 35mm Aufnahmen lassen an Detailfreude nichts zu wünschen übrig. Der Sound ist ebenfalls dynamisch und bestes Futter für jeden Subwoofer. Der Originalton hebt sich allerdings deutlich von der deutschen Fassung ab, die nichtsdestotrotz genug Heimkinofeeling zu erzeugen weiß. Insgesamt gibt es keinen einzigen Grund - abgesehen von eventueller Abneigung gegen Bombastkino oder Comicadaptionen -, sich diese Scheibe nicht als eines der raren Blu-ray Highlights dieses Jahres zu gönnen.

Zum Schluss nur die dringende Empfehlung, sich das Highlight des Kinosommers 2008 keinesfalls entgehen zu lassen. Näher an der Perfektion wird man - zumindest im Genre der Comicadaptionen - in absehbarer Zeit wohl nicht mehr unterhalten werden. In dem Sinne bleibt ungeachtet des Filmendes zu hoffen: Batman continues...


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