Daniel Kehlmann - Ruhm

Zu den bekanntesten deutschen Autoren zählt ohne Zweifel der 1975 in München geborene Daniel Kehlmann. Nach dem Studium der Philosophie und Germanistik in Wien veröffentlichte er 1997 seinen ersten Roman “Beerholms Vorstellung”. im Jahr 2005 gelang ihm der ganz große Wurf mit “Die Vermessung der Welt”, einem der erfolgreichsten deutschen Romane der Nachkriegszeit und mittlerweile in über 40 Sprachen übersetzt. Kehlmann erhielt zahlreiche Preise, darunter den Heinrich-von-Kleist-Preis und den Heimito von Doderer-Literaturpreis, den WELT-Literaturpreis 2007 sowie den Thomas-Mann-Preis 2008.

“Ruhm - Ein Roman in neun Geschichten” ist - wie der Name bereits vermuten lässt - eine Komposition aus neun zunächst zusammenhangslosen Episoden, welche sich erst nach und nach zu einem romanhaften Gesamtbild ordnen: Ein Mann kauft ein Handy und bekommt Anrufe, die einem anderen gelten; nach kurzem Zögern beginnt er ein Spiel mit der fremden Identität. Ein Schauspieler wird von einem Tag auf den nächsten nicht mehr angerufen, als hätte jemand sein Leben an sich gerissen. Ein Schriftsteller macht zwei Reisen in Begleitung einer Frau, deren größter Alptraum darin besteht, in einer seiner Geschichten vorzukommen. Ein verwirrter Internetblogger wiederum wünscht sich nichts mehr, als einmal Romanfigur zu sein. Eine Krimiautorin geht auf einer Reise in Zentralasien verloren, eine alte Dame auf dem Weg in den Tod hadert mit dem Autor, der sie erfunden hat, und ein Abteilungsleiter in einem Mobiltelefonkonzern verliert über seinem Doppelleben zwischen zwei Frauen den Verstand. Kehlmanns Roman über Ruhm und Verschwinden, Wahrheit und Täuschungen ist reich an unvorhersehbarer Wendungen und in gleichem Maße komisch wie brillant.

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